USD/CAD gibt am Freitag seine intraday Gewinne ab, da ein schwächerer US-Dollar (USD) dem Kanadischen Dollar (CAD) hilft, sich von der Schwäche zu erholen, die durch schwächer als erwartete Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Zahlen verursacht wurde. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar um 1,3780, nachdem es zuvor in der amerikanischen Sitzung auf 1,3829 gestiegen war.
Auf geopolitischer Ebene verringern Hoffnungen auf ein mögliches US-Iran-Abkommen die Nachfrage nach dem US-Dollar als sicheren Hafen. Der US Dollar Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen verfolgt, baut am Freitag frühere Gewinne ab und fällt unter die Marke von 99,00.
Händler warten auf die endgültige Zustimmung von US-Präsident Donald Trump zu einem vorgeschlagenen 60-tägigen Memorandum of Understanding (MOU). Das Abkommen würde den aktuellen Waffenstillstand verlängern und die Straße von Hormus wieder öffnen.
Trump sagte am Freitag, dass „die maritime Blockade nun aufgehoben wird“ und fügte hinzu, dass er sich im Lagezentrum treffen werde, „um eine endgültige Entscheidung“ über den Iran zu treffen.
Iran hat das Abkommen jedoch noch nicht bestätigt oder finalisiert, was auf den Märkten für Unsicherheit sorgt. Teheran betont weiterhin, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus unter seiner Kontrolle stehe, während die USA darauf bestehen, dass die Wasserstraße uneingeschränkt bleiben muss.
Auf der Datenfront schrumpfte die kanadische Wirtschaft im ersten Quartal auf annualisierter Basis und verzeichnet damit den zweiten Rückgang in Folge. Statistics Canada berichtete, dass das BIP im ersten Quartal um 0,1 % schrumpfte und damit die Erwartungen von 1,5 % Wachstum verfehlte. Zwei aufeinanderfolgende Quartale wirtschaftlicher Schrumpfung gelten gemeinhin als technische Rezession.
Auf Monatsbasis ging das BIP im März um 0,1 % zurück, nachdem es im Februar um 0,2 % gewachsen war, und verfehlte damit die Markterwartungen für eine stabile Entwicklung.
Separat berichtete das Wall Street Journal, dass die Trump-Administration voraussichtlich Änderungen am US-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA) vorschlagen wird, die verlangen, dass die Hälfte der Fahrzeugkomponenten in den Vereinigten Staaten hergestellt wird.