Das Paar AUD/USD kämpft damit, aus der leichten Erholung vom Vortag unter 0,7100 bzw. einem Ein-Wochen-Tief Kapital zu schlagen, und schwankt während der asiatischen Sitzung am Freitag in einer Handelsspanne. Die Spotpreise halten jedoch über 0,7150 und scheinen bereit zu sein, zum ersten Mal seit drei Wochen moderate Gewinne zu verzeichnen.
Berichte, dass die USA und der Iran eine vorläufige Vereinbarung zur Verlängerung des laufenden Waffenstillstands um 60 Tage erzielt haben, stützen den Status des US-Dollars (USD) als sicheren Hafen, was wiederum als Rückenwind für das Paar AUD/USD gesehen wird. Die Anleger bleiben jedoch angesichts erheblicher Meinungsverschiedenheiten über Irans Nuklearprogramm und die Straße von Hormus skeptisch gegenüber einem möglichen Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran.
Abgesehen davon bestätigte ein Anstieg der US-Inflation im April auf den schnellsten Stand seit drei Jahren die Erwartungen, dass die US-Notenbank (Fed) die Kreditkosten bis Ende dieses Jahres erhöhen wird, und wirkt als Rückenwind für den USD. Zudem tragen geringere Wetten auf eine Zinserhöhung der Reserve Bank of Australia (RBA) im Juni dazu bei, die Aufwärtsbewegung des Paares AUD/USD zu begrenzen.
Aus technischer Sicht bleiben die Spotpreise in einer bekannten Spanne gefangen, die sich über die letzten zwei Wochen erstreckt. Das obere Ende der Handelsspanne fällt mit dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart sowie dem 23,6%-Fibonacci-Retracement-Level des AUD/USD-Anstiegs von März bis Mai zusammen. Dies deutet trotz konstruktivem Momentum auf eine leicht begrenzte Aufwärtsneigung hin.
Unterdessen liegt der Relative Strength Index nahe 56, und ein leicht positives Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Signal deutet darauf hin, dass die Verkäufer nicht die volle Kontrolle haben. Dennoch ist eine Bewegung über das genannte Widerstandsniveau nahe dem Bereich 0,7180-0,7185 erforderlich, um zu bestätigen, dass die jüngste Korrektur von einem Mehrjahreshoch abgeschlossen ist und eine Positionierung für weitere Gewinne möglich ist.
Ein klarer Ausbruch über diesen Cluster würde den Weg in Richtung des Swing-Hochs bei 0,7279 öffnen. Auf der Unterseite zeigt sich die erste Unterstützung am 38,2%-Fibonacci-Level nahe 0,7109, gefolgt vom 50,0%-Retracement bei 0,7056, wobei tiefere Rücksetzer 0,7003 und dann 0,6928 freilegen, bevor die breitere Basis bei 0,6833 erreicht wird.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.