Das Währungspaar EUR/JPY gewinnt Stärke und nähert sich im frühen europäischen Handel am Montag 184,80, womit die vier Tage andauernde Verlustserie beendet wird. Ein hawkischer Ton der Europäischen Zentralbank (EZB) bietet dem Euro (EUR) gegenüber dem japanischen Yen (JPY) Unterstützung.
EZB-Ratsmitglied Yannis Stournaras erklärte am Wochenende, dass eine moderate Zinserhöhung der EZB die Inflation dämpfen könnte, ohne der Wirtschaft zu schaden. Unterdessen sagte Ratsmitglied Boris Vujcic am Freitag, dass die Entscheidung über eine Zinserhöhung im Juni von den eingehenden Daten abhängen werde.
Die Händler werden die vorläufigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Japans für das erste Quartal (Q1) beobachten, die am Dienstag veröffentlicht werden. Für das erste Quartal wird ein Wachstum von 0,4 % erwartet, verglichen mit 0,3 % im vorherigen Bericht. Jegliche Anzeichen von Wachstum in Japan könnten helfen, die Verluste des JPY kurzfristig zu begrenzen.
Im Tageschart bewegt sich EUR/JPY knapp unter dem mittleren Bollinger-Band, was den kurzfristigen Ton neutral bis leicht begrenzt erscheinen lässt, solange das Paar unter diesem Referenzniveau bleibt, mit zusätzlichem Aufwärtspotenzial in Richtung des oberen Bands. Der 14-tägige Relative Strength Index bei 47,75 liegt nahe der Mittellinie und deutet auf ein fehlendes klares Richtungsmomentum nach dem jüngsten Pullback hin.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung beim 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 184,30 gesehen, mit einer bedeutenderen Unterstützungsuntergrenze nahe dem Tief vom 7. Mai bei 183,50, falls der Verkaufsdruck wieder zunimmt. Das nächste zu beobachtende Niveau ist das untere Bollinger-Band bei 182,85.
Auf der Oberseite würde ein Tagesschluss über dem mittleren Bollinger-Band bei 185,30 den unmittelbaren Abwärtsdruck verringern und den Weg in Richtung des Hochs vom 9. Februar bei 186,24 öffnen. Die nächste Hürde liegt am Widerstand des oberen Bands bei 187,78.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.