USD/CHF bricht seine vier Tage andauernde Gewinnserie und handelt während der asiatischen Stunden am Montag um 0,7990. Das Paar verliert, da der Schweizer Franken (CHF) Unterstützung durch die Nachfrage nach sicheren Häfen erhält, angesichts der erhöhten geopolitischen Spannungen. US-Präsident Donald Trump warnte Teheran vor dem Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten und deutete mögliche Maßnahmen an, falls die Repression sich verschärft, während iranische Beamte vor einer US- oder israelischen Intervention warnten.
In der Zwischenzeit ziehen europäische Länder, angeführt von Großbritannien und Deutschland, in Betracht, ihre militärische Präsenz in Grönland zu erhöhen, um die Sicherheit in der Arktis zu stärken. Deutschland könnte eine gemeinsame NATO-Mission vorschlagen, während der britische Premierminister Keir Starmer die Verbündeten aufgefordert hat, die Bemühungen im hohen Norden zu verstärken, angesichts erneuter Kommentare von US-Präsident Donald Trump, der US-Eigentum an Grönland befürwortet.
Der CHF könnte weiter steigen, da Investoren die geldpolitischen Aussichten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bewerten. Die Inflation in der Schweiz stieg im Dezember 2025 auf 0,1% im Jahresvergleich (YoY), was den ersten Anstieg seit Juli markiert, jedoch nahe dem unteren Ende des Zielbereichs der Zentralbank von 0–2% bleibt. Dies hat die Erwartungen verstärkt, dass die SNB die Zinsen in den kommenden Sitzungen voraussichtlich bei 0% belassen wird, wobei die Inflation im Zuge der wirtschaftlichen Erholung allmählich ansteigt.
Das USD/CHF-Paar wertet ab, da der US-Dollar (USD) schwächer wird, möglicherweise aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Federal Reserve. Bundesstaatsanwälte haben eine strafrechtliche Untersuchung gegen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell eingeleitet, die die Renovierung des Hauptsitzes der Zentralbank in Washington betrifft und ob Powell dem Kongress über den Umfang des Projekts gelogen hat, berichtete die New York Times am Sonntag.
Der Greenback sinkt aufgrund der verstärkten Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen der US-Notenbank, nachdem der jüngste Arbeitsmarktbericht zeigte, dass das Beschäftigungswachstum im Dezember hinter den Erwartungen zurückblieb. Die US Nonfarm Payrolls (NFP) stiegen im Dezember um 50.000, was hinter den 56.000 im November (revidiert von 64.000) zurückblieb und schwächer als die Markterwartung von 60.000 war. Die Arbeitslosenquote fiel jedoch im Dezember auf 4,4% von 4,6% im November.
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.