Starke Jobzahlen im November – Fed dürfte trotzdem Zinsen senken

Quelle Investing

Investing.com - Die US-Wirtschaft hat sich im November von einem schwächeren Oktober erholt und deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet. Doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich Anzeichen, dass der Arbeitsmarkt insgesamt an Schwung verliert. Dies könnte der Federal Reserve den nötigen Spielraum geben, die Zinsen wie erwartet später in diesem Monat erneut zu senken, wie Ökonomen von Wells Fargo (NYSE:WFC) betonten.

Jobwachstum übertrifft Erwartungen

Im November wurden 227.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, was eine deutliche Erholung nach dem durch Streiks und Hurrikane belasteten Oktober darstellt. Rund 38.000 dieser neuen Jobs stammen aus Branchen, die nach Beendigung von Arbeitskämpfen – vor allem bei Boeing (NYSE:BA) – wieder Stellen aufgebaut haben.

Doch die positive Entwicklung zeigt sich nicht überall: Die Haushaltsbefragung, ein weiteres wichtiges Arbeitsmarktbarometer, meldete einen Rückgang der Beschäftigung um 355.000. Solche Daten gelten als volatil, doch sie könnten ein Hinweis darauf sein, dass der Arbeitsmarkt langsam an Dynamik verliert.

Warnsignale: Langfristige Arbeitslosigkeit nimmt zu

Neben dem Rückgang der Beschäftigung liefert auch der Anteil der Langzeitarbeitslosen ein besorgniserregendes Signal. Über 23 % der Arbeitslosen sind mittlerweile länger als sechs Monate ohne Job – ein Wert, der zuletzt 2017/2018 erreicht wurde.

Hinzu kommt, dass die Arbeitslosenquote leicht auf 4,2 % gestiegen ist und die Erwerbsbeteiligung im November um 0,1 Prozentpunkte sank. "Diese Entwicklungen deuten auf einen weicher werdenden Arbeitsmarkt hin, auch wenn die Gesamtzahlen noch solide erscheinen", erklärten die Ökonomen von Wells Fargo.

Was bedeutet das für die Fed?

Sollten die nächsten Inflationsdaten keine großen Überraschungen liefern, sehen die Experten weiterhin gute Chancen, dass die Fed bei ihrer Sitzung am 17. und 18. Dezember die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte senken wird.

"Die heutigen Daten passen zu unserem Szenario, dass das FOMC den Zinssatz anpassen wird, um auf den schrittweisen Verlust an wirtschaftlicher Dynamik zu reagieren", heißt es in einer Analyse von Wells Fargo.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
placeholder
Klimakiller KI: So plündern Big Techs unsere EnergiereservenInvesting.com – Der immense Stromverbrauch von Blockchains wie Bitcoin und Ethereum stand über viele Jahre hinweg im Fokus und wurde stets damit in Verbindung gebracht, wie umweltschädlich diese Techn
Autor  Investing.com
16.Jul. 2024
Investing.com – Der immense Stromverbrauch von Blockchains wie Bitcoin und Ethereum stand über viele Jahre hinweg im Fokus und wurde stets damit in Verbindung gebracht, wie umweltschädlich diese Techn
placeholder
Goldpreis Prognose: 75 Prozent Rally! Droht jetzt der Absturz?Der Goldpreis hat Anleger in den vergangenen Monaten elektrisiert. Erst der Durchbruch über die magische Marke von 5.000 US-Dollar, dann neue Hochs – und jetzt der Dämpfer.
Autor  FXStreet
Mi. 25.Feb
Der Goldpreis hat Anleger in den vergangenen Monaten elektrisiert. Erst der Durchbruch über die magische Marke von 5.000 US-Dollar, dann neue Hochs – und jetzt der Dämpfer.
placeholder
EUR/USD beendet Fünf-Tage-Verlustserie, da Trump über Ende des Iran-Kriegs nachdenktDas Paar EUR/USD zieht nach einer fünf Tage andauernden Verlustserie Gebote an und steigt am Dienstag im asiatischen Handel auf fast 1,1475. Das wichtige Währungspaar klettert, da der US-Dollar (USD) angesichts der Hoffnungen auf ein Ende des monatelangen Krieges im Nahen Osten leicht nachgibt.
Autor  FXStreet
Di. 31.Mär
Das Paar EUR/USD zieht nach einer fünf Tage andauernden Verlustserie Gebote an und steigt am Dienstag im asiatischen Handel auf fast 1,1475. Das wichtige Währungspaar klettert, da der US-Dollar (USD) angesichts der Hoffnungen auf ein Ende des monatelangen Krieges im Nahen Osten leicht nachgibt.
placeholder
Silberpreis dreht um, da bärisches Umkehrmuster auf weitere Verluste hindeutetDer Silberpreis (XAG/USD) brach ein, da Käufer am 50-Tage-SMA (Simple Moving Average) bei 78,73 USD abgewiesen wurden, während geopolitische Schlagzeilen am Donnerstag die Kursentwicklung dominierten. XAG/USD notiert bei 75,40 USD und liegt damit 3 % im Minus
Autor  FXStreet
Fr. 24.Apr
Der Silberpreis (XAG/USD) brach ein, da Käufer am 50-Tage-SMA (Simple Moving Average) bei 78,73 USD abgewiesen wurden, während geopolitische Schlagzeilen am Donnerstag die Kursentwicklung dominierten. XAG/USD notiert bei 75,40 USD und liegt damit 3 % im Minus
placeholder
WTI hält sich mit moderaten Gewinnen über 94,00 USD, da die Konfrontation in Hormus die Sorge um das Angebot anheiztWest Texas Intermediate (WTI) – der US-Rohöl-Benchmarkpreis – startet die neue Woche positiv und kehrt einen Teil des moderaten Rückgangs vom Freitag um, wobei der Aufwärtstrend jedoch begrenzt bleibt
Autor  FXStreet
vor 6 Stunden
West Texas Intermediate (WTI) – der US-Rohöl-Benchmarkpreis – startet die neue Woche positiv und kehrt einen Teil des moderaten Rückgangs vom Freitag um, wobei der Aufwärtstrend jedoch begrenzt bleibt
goTop
quote