USD/IDR baut seine Gewinne am Montag im asiatischen Handel zum zweiten Mal in Folge aus und notiert um 17.700. Das Währungspaar legt zu, da der US-Dollar (USD) seine Tagesverluste wieder aufholt, angetrieben von besser als erwarteten Beschäftigungsdaten aus den Vereinigten Staaten (US), die Erwartungen an eine bevorstehende Zinserhöhung der Federal Reserve schüren.
Laut dem US Bureau of Labor Statistics stiegen die Nonfarm Payrolls im August um 162.000 und übertrafen damit die Prognose von 56.000 deutlich. Gleichzeitig verharrte die Arbeitslosenquote bei 4,1%, und das jährliche Lohnwachstum verlangsamte sich mit 3,1% weniger stark als erwartet. Nach diesen Zahlen preisten Händler rasch eine straffere Geldpolitik ein, wobei das CME FedWatch-Tool eine Wahrscheinlichkeit von 58,3% für eine Fed-Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September anzeigt.
Zusätzlich erhält der Greenback Unterstützung, da steigende Rohölpreise nach einer geopolitischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran am Wochenende die Sorge vor erneutem Inflationsdruck geschürt haben. Der Konflikt verschärfte sich, nachdem die USA als Reaktion auf Raketenangriffe auf ihre Kriegsschiffe drei iranische Tanker ins Visier nahmen, woraufhin Teheran eine neue Sperrzone um die Straße von Hormus einrichtete.
Das Aufwärtspotenzial des USD/IDR-Paares könnte begrenzt sein, da die Indonesische Rupiah (IDR) Unterstützung finden dürfte, nachdem die Stimmung durch stärkere externe Puffer und Anzeichen fiskalischer Umsicht gestützt wurde.
Indonesiens Devisenreserven stiegen im August auf ein Fünfmonatshoch von 146,5 Mrd. USD, begünstigt durch staatliche Rückzahlungen externer Kredite. Gleichzeitig untermauerte der Plan der Regierung, das Haushaltsdefizit für 2027 auf 2,4% des BIP von 2,68% in diesem Jahr zu senken, die Einschätzung eines strafferen fiskalischen Managements.
Analysten von OCBC heben hervor, dass Bank Indonesia-Gouverneurin Destry Damayanti bei ihrer Rede auf dem Sarasehan 100 Ekonom Indonesia in Jakarta in der vergangenen Woche ihre jüngste Guidance bekräftigte und damit die zuvor vermittelte Botschaft der „Stabilität zuerst“ untermauerte. Sie weisen darauf hin, dass Destry betonte, die Politik könne angesichts des globalen Zinsumfelds „higher for longer“ und der Notwendigkeit, indonesische Vermögenswerte für ausländische Investoren „attraktiv“ zu halten, nicht ausschließlich durch die Linse der heimischen Inflation betrachtet werden dürfe, was den Fokus der BI auf den Schutz der Rupiah und die makroökonomische Stabilität unterstreiche, auch wenn sie weiterhin das Wachstum stütze.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.