West Texas Intermediate (WTI) – der US-amerikanische Rohöl-Benchmarkpreis – startet angesichts eskalierender Konfrontationen zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus positiv in die neue Woche und steigt im asiatischen Handel wieder über die Mitte der 90,00 USD. Der Rohstoff notiert nun in Schlagdistanz zu seinem am vergangenen Donnerstag erreichten höchsten Stand seit dem 24. Juli und scheint für weitere Zugewinne bereit zu sein.
In den jüngsten Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten griffen US-Streitkräfte am Samstag drei iranische Öltanker an, während das Korps der Islamischen Revolutionsgarden des Iran erklärte, es habe als Vergeltung sechs Schiffe ins Visier genommen. Die gegenseitigen Angriffe haben die Sorgen um die Sicherheit der Schifffahrt durch die strategisch wichtige Wasserstraße verstärkt und die Befürchtungen einer längeren Unterbrechung der Lieferungen aus der Region verschärft. Dies wiederum bestätigt den kurzfristig positiven Ausblick für die Rohölpreise.
Aus technischer Sicht behält WTI einen bullischen Bias oberhalb des 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei rund 85,21 USD und des 50% Fibonacci-Retracements des Rückgangs von April bis Juli bei. Darüber hinaus stimmen die Momentum-Indikatoren mit dieser Aufwärtsausrichtung überein, wobei der Relative Strength Index (14) nahe 64 verharrt und das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) im positiven Bereich zunimmt, was darauf hindeutet, dass die Käufer kurzfristig die Kontrolle behalten.
Auf der Oberseite ergibt sich der unmittelbare Widerstand beim 61,8% Fibo.-Retracement nahe 91,73 USD, weitere Barrieren liegen beim 78,6%-Niveau um 98,48 USD und anschließend im Bereich des jüngsten Swing-Hochs nahe 107,07 USD. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung durch das 50%-Retracement bei 86,99 USD und den 100-Tage-SMA gestützt, vor einem tieferen Fibonacci-Boden nahe 82,26 USD. Solange die Ölpreise über dieser Unterstützungszone bleiben, dürften Rücksetzer als Korrekturen innerhalb des vorherrschenden Aufwärtstrends betrachtet werden.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.