Nordea rechnet in der Eurozone mit einem anhaltenden Inflationsdruck. Die Gesamtinflation dürfte mindestens bis zum Frühjahr 2027 über dem Ziel der EZB liegen. Die jüngsten Daten fielen zwar etwas schwächer aus als in den Juni-Prognosen der Notenbank erwartet, was teilweise auf den geringen Preisauftrieb bei Lebensmitteln zurückzuführen ist. Nordea rechnet jedoch nur mit leichten Abwärtskorrekturen. Die Kerninflation dürfte bis 2028 über zwei Prozent bleiben und damit weitere Zinserhöhungen der EZB stützen.
„Abgesehen von der Energiepreisentwicklung ist die Gesamtinflation zuletzt etwas schwächer ausgefallen, als es die EZB im Juni erwartet hatte. Grund dafür war teilweise der geringe Preisauftrieb bei Lebensmitteln.“
„Wir rechnen daher mit leichten Abwärtskorrekturen der Prognosen für die Gesamtinflation in den Jahren 2026 und 2027. Die Anpassungen dürften jedoch überschaubar bleiben.“
„Dennoch dürfte die Inflation mindestens bis zum Frühjahr 2027 über dem Ziel der EZB liegen.“
„Die Entwicklung der Kerninflation entsprach weitgehend den Projektionen vom Juni. Daher dürfte das prognostizierte Profil der Kerninflation größtenteils unverändert bleiben.“
„Damit würde die Kerninflation bis Ende 2028 über zwei Prozent verharren. Dies spricht aus unserer Sicht für weitere Zinserhöhungen der EZB.“