EUR/CAD bleibt nach fünf Tagen mit Verlusten stabil und notiert während der europäischen Handelsstunden am Mittwoch um 1,6070. Das Währungspaar bewegt sich kaum, da der Euro (EUR) nach der Veröffentlichung der Daten zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland Boden hält.
Die deutsche Inflation sprang im Juli wieder auf 2,8% und kehrte damit den jüngsten Abwärtstrend um, der durch eine deutliche Beschleunigung der Energiekosten angetrieben worden war. Nachdem sie sich im Juni auf 2,3% verlangsamt hatte, nach 2,6% im Mai und 2,9% im April, gewannen die Verbraucherpreise erneut an Schwung. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis), stellte fest, dass die Energiepreise weiterhin überdurchschnittlich stark stiegen und als Hauptauslöser hinter der im Monatsverlauf gestiegenen Inflationsrate wirkten.
Analysten bei Rabobank warnen, dass die sich wandelnde Haltung der Eurozone gegenüber China eine tiefere strukturelle Entwicklung übersehen könnte. Sie merken an, dass "Europa sich zwar auf einen möglichen Handelskrieg mit China einstellt, aber das Ausmaß der Veränderung in der Weltwirtschaft, in der es lebt, nicht erfasst", und deuten damit an, dass politische Entscheidungsträger Gefahr laufen, sich auf kurzfristige Handelsspannungen zu konzentrieren und dabei die breitere Transformation der globalen Wirtschaftslandschaft zu unterschätzen.
Das Währungspaar EUR/CAD könnte etwas zulegen, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) unter den niedrigeren Ölpreisen leidet. Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) gibt nach zwei Tagen mit Gewinnen nach und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung bei rund 82,20 USD je Barrel. Allerdings könnten die Rohölpreise angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten im Nahen Osten wieder anziehen.
Obwohl Pakistans Verteidigungsminister erklärte, Washington und Teheran stünden kurz vor einer Einigung bezüglich der Straße von Hormus, was durch Berichte über fortgeschrittene Verhandlungen zwischen Iran und Oman gestützt wurde, flammten die Spannungen rasch wieder auf. Neue Vorsicht erfasste die globalen Märkte, nachdem US-Präsident Donald Trump darauf bestand, dass Teheran den Opfern von Angriffen im Zusammenhang mit der Islamischen Republik Entschädigungen zahlen müsse.
Societe Generale weist darauf hin, dass in naher Zukunft die heimischen Daten von Entwicklungen südlich der Grenze überschattet werden, wobei "Baugenehmigungen [dazu bestimmt sind], gegenüber dem US-VPI nur eine Nebenrolle zu spielen, da sich der Loonie auf den stärksten Stand seit zwei Monaten erholt." Die Bank hebt hervor, dass die Erholung des Kanadischen Dollars den Marktfokus auf die US-Inflation als zentralen Treiber von USD/CAD verlagert hat und lokale Indikatoren in der jüngsten Erholungsphase der Währung auf eine unterstützende Rolle reduziert.