Die Vorstandsmitglieder der Bank of Japan (BoJ) teilten am Donnerstag ihre Ansichten zu den geldpolitischen Aussichten mit, wie aus dem Protokoll der BoJ-Sitzung vom Juni hervorgeht.
Die meisten Mitglieder waren sich einig, dass sich die Wirtschaft im Basisszenario entwickelt, doch die Risiken bestehen fort, dass die Inflation das 2%-Ziel übersteigen könnte.
Ein Mitglied merkte an, dass Devisenfaktoren die Importpreise nach oben treiben und kleinere Unternehmen beeinträchtigen.
Ein Mitglied sagte, Japans Realzins sei im globalen Vergleich ungewöhnlich niedrig und müsse angesichts der Aufwärtsrisiken für die Inflation angepasst werden.
Ein Mitglied sagte, dass eine Annäherung des geldpolitischen Zinssatzes der BOJ an den neutralen Bereich im Laufe der Zeit die wirtschaftliche und preisliche Stabilität unterstützen würde.
Die Mitglieder waren sich einig, dass es angemessen sei, dass die Bank of Japan die Zinsen weiter anhebt.
Einige Mitglieder betonten, dass die BOJ an ihrer Guidance festhalten sollte, die Zinsen weiter anzuheben, wenn sich Wirtschaft und Preise im Einklang mit den Prognosen entwickeln.
Ein Mitglied drängte darauf, den geldpolitischen Zinssatz rasch näher an den neutralen Bereich zu bringen.
Ein Mitglied sagte, die Zentralbank müsse die Zinsen etwa alle paar Monate anheben.
Einige Mitglieder sagten, die Entscheidung, das Tempo des Anleiheabbaus zu pausieren, sei getroffen worden, um Marktinstabilität zu verhindern, und nicht als Reaktion auf die Fiskalpolitik.
Ein Mitglied betonte die Bedeutung eines schrittweisen Abbaus der BOJ-Bilanz.
Ein Mitglied sagte, die Zentralbank müsse letztlich unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklungen ein angemessenes Reserveniveau anstreben.