Das Paar NZD/USD verliert am Mittwoch in den frühen asiatischen Handelsstunden an Schwung und notiert nahe 0,5875. Der Neuseeländische Dollar (NZD) schwächt sich nach dem Beschäftigungsbericht gegenüber dem US-Dollar (USD) ab. Händler stellen sich auf die Veröffentlichung der RatingDog-Daten zum Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Dienstleistungssektor in China ein, um neue Impulse zu erhalten.
Am Mittwoch veröffentlichte Daten von Statistics New Zealand zeigten, dass die Arbeitslosenquote in Neuseeland im Juni-Quartal auf ein Zehnjahreshoch von 5,6% gestiegen ist. Dieser Wert lag im ersten Quartal (Q1) bei 5,3% und damit über dem Marktkonsens von 5,4%.
Unterdessen stieg die Beschäftigungsveränderung in Neuseeland im zweiten Quartal um 0,5% nach 0,2% im ersten Quartal, verglichen mit den Erwartungen von 0,2%. Die Erwerbsquote in Neuseeland sprang im zweiten Quartal auf 70,7% gegenüber zuvor 70,4%. Der Kiwi zieht in einer unmittelbaren Reaktion auf den Anstieg der Arbeitslosenquote in Neuseeland einige Verkäufer an.
Die Aussicht auf ein Zwischenabkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus könnte Händler dazu veranlassen, ihre Wetten auf weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) zu reduzieren. Dies wiederum könnte den Greenback nach unten ziehen und dem Paar Rückenwind verleihen. Katar erklärte am Dienstag, dass ein Vorschlag ausgearbeitet worden sei, und sowohl die USA als auch der Iran äußerten sich laut Bloomberg hoffnungsvoll über eine Einigung zur Wiedereröffnung der wichtigen Wasserstraße.
Analysten von ING bekräftigen ihre Präferenz für einen Schritt der Reserve Bank of New Zealand später im Jahr und weisen darauf hin, dass "wir seit Langem eine Zinserhöhung entweder im September oder Oktober bevorzugen, unser Vertrauen in einen Schritt im September jedoch zuletzt gestiegen ist." Sie argumentieren, dass die Verschiebung des Zeitpunkts auf die Einschätzung zurückzuführen sei, dass "die Märkte das Ausmaß des Straffungszyklus möglicherweise überbewerten, wobei bis Februar 75 Basispunkte eingepreist sind," was darauf hindeutet, dass Anleger bei der Frage, wie weit die RBNZ wahrscheinlich gehen wird, möglicherweise zu weit voraus sind.
Im Tages-Chart hält sich NZD/USD Das Paar bleibt sowohl über dem mittleren Bollinger-Band der 20-Perioden als auch über dem 100-Tage-Durchschnitt (MA), was gemeinsam eine bullische kurzfristige Tendenz stützt, da sich der Kurs innerhalb der oberen Hälfte des Bollinger-Kanals nach oben bewegt. Der Relative Strength Index (14) bei 63,8 bleibt im konstruktiven Bereich und deutet darauf hin, dass der Kaufdruck weiterhin dominiert, sich aber den überkauften Bedingungen nähert.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim oberen Bollinger-Band der 20-Perioden nahe 0,5910, wo die Bullen bei einem ersten Test pausieren oder konsolidieren könnten. Auf der Unterseite befindet sich die unmittelbare Unterstützung beim 100-Tage-MA um 0,5820, gefolgt vom mittleren Bollinger-Band bei 0,5810, während ein tieferer Rücksetzer wahrscheinlich das untere Bollinger-Band nahe 0,5715 als weiter entfernte strukturelle Untergrenze ins Visier nehmen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.