US-Finanzminister Scott Bessent sagte, dass die Schwäche des japanischen Yen (JPY) zum Inflationsproblem Japans beigetragen habe und das Risiko einer breiteren Abwertung asiatischer Währungen erhöht habe, berichtete Bloomberg am Dienstag.
Bessent erklärte weiter, dass Washington in engem Kontakt mit Japan stehe, und sagte, dass "wir alles tun werden, um sie auf eine Weise zu unterstützen, die der amerikanischen Wirtschaft, dem amerikanischen Steuerzahler zugutekommt und die Weltwirtschaft stabilisiert."
Es geht nur um das Niveau des Yen, das andere Probleme auslösen oder wettbewerbsbedingte Abwertungen auslösen könnte, was ungesund ist.
Ein stabiler Yen ist nicht nur für die USA wichtig, sondern sehr wichtig für die gesamte Region" Asiens.
Wenn der Yen deutlich schwächer werden sollte, würden andere Währungen ihm folgen. Wir haben übermäßige Volatilität beim koreanischen Won gesehen. Viele Menschen glauben, dass der chinesische RMB unterbewertet ist.
Vertrauen in BoJ-Gouverneur Ueda, der den Markt sehr gut versteht.Marktreaktion
Bei Redaktionsschluss liegt USD/JPY im Tagesverlauf 0,04% im Minus bei 157,65.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.