Federal Reserve (Fed) Chair Kevin Warsh erwägt Berichten zufolge, ob die US-Zentralbank jedes Jahr weniger geldpolitische Sitzungen abhalten sollte, wie die New York Times unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet.
Bloomberg berichtete später, dass Warsh einen Zeitplan mit sechs Sitzungen zur Festlegung der Zinsen pro Jahr sowie zwei zusätzlichen Sitzungen zu breiteren wirtschaftlichen Themen vorgeschlagen habe.
Die acht regulären FOMC-Sitzungen pro Jahr zur Festlegung der Zinsen sind seit den 1980er Jahren Standard, und die vorläufigen Sitzungstermine für das nächste Jahr wurden bereits auf der Website der Fed veröffentlicht. Jede Reduzierung würde eine große Änderung des geldpolitischen Rahmens bedeuten, der seit Jahrzehnten besteht.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.