EUR/USD bleibt am dritten Tag in Folge gedämpft und notiert am Dienstag während der asiatischen Handelsstunden um 1,1500. Das Paar hält seine Verluste, da der US-Dollar (USD) angesichts der anhaltenden Unsicherheit im Nahen Osten Unterstützung findet, trotz anhaltender Hoffnungen auf einen diplomatischen Durchbruch zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und Iran. Jegliche Anzeichen einer Eskalation der Spannungen zwischen den beiden Nationen könnten die Rohölpreise nach oben treiben und die US-Notenbank (Fed) möglicherweise dazu veranlassen, die Zinsen länger auf erhöhtem Niveau zu belassen.
Die diplomatischen Signale bleiben angespannt über der kritischen Wasserstraße. US-Präsident Donald Trump erklärte, sein jüngstes Gesprächsangebot sei für Iran eine "letzte Chance", nachdem er einen größeren Angriff auf die Islamische Republik abgesagt hatte. Trump äußerte die Erwartung, dass die Verhandlungen bald beginnen würden, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen und die US-Bedenken hinsichtlich des iranischen Atomprogramms auszuräumen.
Allerdings lehnte General Mohsen Rezaei, Berater des Obersten Führers Irans, diese Bedingungen entschieden ab und erklärte, Iran werde einen zweiten Korridor in der Straße unter keinen Umständen zulassen, und warnte, dass alle ausländischen Kriegsschiffe oder Militärkräfte, die zu diesem Zweck entsandt würden, ins Visier genommen würden.
Auf der geldpolitischen Seite erwägt Fed-Chef Kevin Warsh Berichten zufolge Änderungen an den Abläufen der Zentralbank. Berichten zufolge hat Warsh einen Vorschlag eingebracht, sechs geldpolitische Sitzungen pro Jahr abzuhalten, ergänzt durch zwei zusätzliche Sitzungen, die sich auf die breitere Wirtschaftspolitik konzentrieren.
Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den US-Arbeitsmarktbericht für Juli am Freitag, um weitere Hinweise auf den Kurs der US-Zinsen zu erhalten. Für die Nonfarm Payrolls wird ein Anstieg um 83.000 erwartet - nach zuvor 57.000 -, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich leicht auf 4,3% von 4,2% im Juni steigen wird.
Unterdessen könnte der Euro von einer verbesserten Risikostimmung profitieren, nachdem die Rohölpreise stark gefallen sind. Sie gaben nach Hoffnungen auf eine mögliche US-Iran-Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Verringerung der Sorgen über regionale Konflikte nach. Während der Rückgang der Ölpreise die Erwartungen der Geldmärkte an weitere Straffungen der Europäischen Zentralbank leicht dämpfte, ist eine Zinserhöhung bis September weiterhin weitgehend eingepreist.
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