USD/IDR gewinnt nach Verlusten am Vortag an Boden und handelt während der asiatischen Handelszeit am Montag um 18.180. Der US-Dollar (USD) wertete auf, da sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verschärften und eine Welle von Safe-Haven-Nachfrage auslösten.
Laut Bloomberg startete das US-Zentralkommando (CENTCOM) am Sonntagabend zusätzliche Luftangriffe mit dem Ziel, Irans Fähigkeit zu neutralisieren, zivile Schiffe auf wichtigen Wasserstraßen anzugreifen. Reuters berichtete zudem, dass US-Streitkräfte innerhalb von drei Nächten mehr als 300 iranische Ziele getroffen haben, darunter allein am Samstag 140. Diese militärische Eskalation hat Washington und Teheran zu widersprüchlichen Erklärungen veranlasst, ob die strategische Meerenge für den Schiffsverkehr offen bleibt.
Über die direkte geopolitische Spannung hinaus erhält der Greenback einen sekundären Auftrieb, da die eskalierenden US-Iran-Raketenangriffe die Ölpreise steigen lassen, was neue Inflationsängste und ein anhaltendes Umfeld hoher Zinsen schürt. Die Anleger richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die US-Verbraucherpreisindexdaten (VPI) am Dienstag, um klarere Signale für die geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve zu erhalten. Für den headline VPI im Juni wird ein Rückgang von 0,1 % im Monatsvergleich erwartet, während der Kern-VPI im gleichen Zeitraum voraussichtlich um 0,3 % steigen wird.
Da die Händler weiterhin mit einer weiteren Zinserhöhung vor Jahresende rechnen, bleibt die Geldpolitik ein entscheidender Markttreiber. Folglich richten sich alle Blicke am Dienstag auf Fed-Chef Kevin Warsh, der sein mit Spannung erwartetes erstes offizielles Auftreten vor dem US-Kongress haben wird.
Die Indonesische Rupiah (IDR) könnte eine Unterstützungsuntergrenze finden, da die inländischen Aktien zum zweiten Tag in Folge eine Rallye verzeichneten, angetrieben von Gewinnen in zyklischen Sektoren, Infrastruktur, Basismaterialien und Energie. Die Marktstimmung wurde durch Daten gestützt, die eine robuste Investitionsdynamik in strategischen Sektoren der Sonderwirtschaftszonen des Landes zeigten, ein Trend, der wahrscheinlich globales Kapital aus Schwellenländern anziehen wird. Da ausländische institutionelle Investoren Fremdwährungen in Rupiah umtauschen müssen, um lokale Aktien zu kaufen, schafft dieser Kapitalzufluss eine direkte lokale Nachfrage und bietet der IDR eine unmittelbare strukturelle Stütze.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.