Australischer Dollar unterliegt angesichts vorsichtiger Marktstimmung

Quelle Fxstreet
  • Der Australische Dollar steht unter Verkaufsdruck angesichts einer risikoscheuen Marktstimmung.
  • Die verschärfte Aggression zwischen den USA und dem Iran hat die Attraktivität von sicheren Häfen erhöht.
  • Die US-Kerninflation (VPI) wird für Juni voraussichtlich stetig um 2,9% gegenüber dem Vorjahr steigen.

Der Australische Dollar (AUD) schwächelt gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern und notiert im frühen europäischen Handel zu Wochenbeginn 0,32% tiefer bei rund 0,6930 gegenüber dem US-Dollar (USD). Der Antipode steht unter erheblichem Druck, da die Marktstimmung angesichts der zunehmenden Aggression zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran risikoscheu wird.

Australischer Dollar - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Australischer Dollar (AUD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Australischer Dollar war am schwächsten gegenüber dem US-Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.11% 0.15% 0.23% 0.03% 0.32% 0.07% 0.09%
EUR -0.11% 0.04% 0.11% -0.08% 0.22% 0.00% -0.00%
GBP -0.15% -0.04% 0.07% -0.13% 0.20% -0.03% -0.00%
JPY -0.23% -0.11% -0.07% -0.20% 0.10% -0.12% -0.08%
CAD -0.03% 0.08% 0.13% 0.20% 0.31% 0.11% 0.13%
AUD -0.32% -0.22% -0.20% -0.10% -0.31% -0.18% -0.16%
NZD -0.07% -0.00% 0.03% 0.12% -0.11% 0.18% 0.02%
CHF -0.09% 0.00% 0.00% 0.08% -0.13% 0.16% -0.02%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Australischer Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als AUD (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegen die S&P 500-Futures 0,65% tiefer bei rund 7.525 und spiegeln eine risikoscheue Marktstimmung wider. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, notiert 0,15% höher bei rund 101,15.

Anleger wechseln in sichere Häfen, da die erneute Aggression zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise steigen ließ, ein Szenario, das die globalen Ausgaben für Energie deutlich erhöht und somit die Investitionspläne der Regierungen schmälert.

Unterdessen zeigen sich Marktteilnehmer auch vorsichtig im Vorfeld der US-Verbraucherpreisindexdaten (VPI) für Juni und der Anhörung von Fed-Chef Kevin Warsh, die beide für Dienstag angesetzt sind.

Die US-Kerninflation (VPI) – die volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt – wird voraussichtlich mit einer stabilen Rate von 2,9% im Jahresvergleich gewachsen sein. Auf Monatsbasis wird erwartet, dass die zugrundeliegende Inflation um 0,3% steigt, schneller als die 0,2% im Mai.

Die US-Inflation wird wahrscheinlich die Zinserwartungen der Fed maßgeblich beeinflussen, da die Protokolle des Offenmarktausschusses (FOMC) der Juni-Sitzung zeigten, dass die Entscheidungsträger hohe Inflation als das „dominante Risiko“ ansehen.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

 

 

 

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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