BoJ's Koeda: Angemessen, mit Geldpolitik auf Inflation zu reagieren

Quelle Fxstreet

Das Mitglied des BoJ-Politikrates Junko Koeda sagte, dass es angemessen sei, die Inflation mit der Geldpolitik zu bekämpfen, es aber noch etwas Zeit bis zur Juni-Sitzung gebe, sodass die Zentralbank weiterhin jede Veränderung im Gleichgewicht zwischen Preis- und Wachstumsrisiken beobachten werde, berichtete Reuters am Donnerstag.

Wichtige Zitate

Das Inflationsrisiko manifestiert sich bereits.

Es wird keine starke Verschlechterung der Wirtschaft erwartet, aber abhängig vom Nahostkonflikt könnte sich unsere Einschätzung zum Wirtschaftsausblick ändern.

Das Risiko eines Inflationsüberschusses ist größer als das Risiko einer Rezession.

Es ist angemessen, die Inflation mit der Geldpolitik zu bekämpfen.

Da bis zur Juni-Sitzung noch Zeit ist, werden wir weiterhin jede Veränderung im Gleichgewicht zwischen Preis- und Wachstumsrisiken beobachten.

Marktreaktion

Bei Redaktionsschluss lag das Paar USD/JPY um 0,03% unter dem Tageskurs von 158,88.

Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.

Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.

In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.

Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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