Ein Beamter der Europäischen Zentralbank (EZB) und Gouverneur der Finnischen Zentralbank, Olli Rehn, sagte, dass es unter ungünstigen Umständen notwendig sein könnte, die Zinssätze anzuheben, um die Glaubwürdigkeit zu wahren, berichtete Reuters am Donnerstag.
Keine wesentliche Veränderung im mittelfristigen bis langfristigen Inflationsausblick.
Das Lohnwachstum verlangsamt sich weiterhin.
Wir steuern auf ein negatives Szenario zu.
In einem ungünstigen Szenario könnte eine Zinserhöhung notwendig sein, um die Glaubwürdigkeit zu wahren.
Bei Redaktionsschluss liegt das Paar EUR/USD um 0,01 % höher und notiert bei 1,1625.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.