Die Commerzbank-Analyse von Norman Liebke weist darauf hin, dass die Reform des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS), einschließlich neuer Benchmark-Berechnungen, die Kosten für europäische Aluminiumrecycler und Raffinerien deutlich erhöhen könnte. Da die sogenannten Fallback-Benchmarks stark sinken sollen, könnten Unternehmen gezwungen sein, zusätzliche Emissionszertifikate zu erwerben, was die Profitabilität in einem global bestimmten Markt unter Druck setzt. Der Branchenverband European Aluminium warnt, dass dies die Wettbewerbsfähigkeit des Aluminiumrecyclings in Europa beeinträchtigen könnte.
"Die anstehende Reform des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS I) soll die Belastung für Unternehmen verringern und ihnen mehr Zeit für die Dekarbonisierung geben. Zu diesem Zweck wurde neben der Reform der Marktstabilitätsreserve und Plänen für einen Dekarbonisierungsfonds kürzlich eine neue Methode zur Berechnung von Benchmark-Werten vorgestellt – ein zentraler Faktor für die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten."
"Diese sollen im Zeitraum 2026 bis 2030 im Vergleich zu den Werten von 2021 bis 2025 um 34 % sinken, was Recycler und Raffinerien dazu zwingen würde, deutlich mehr Zertifikate zuzukaufen."
"Nach Angaben des Verbands hätte dies erhebliche Auswirkungen auf die Profitabilität, da sich die höheren Kosten nicht ohne Weiteres weitergeben lassen und die Aluminiumpreise global festgelegt werden. Damit droht die Reform des EU-Emissionshandels, das Aluminiumrecycling in Europa zu schwächen."