Bitcoin löst sich vom Nasdaq – überraschende Entwicklung schockt Anleger

Quelle Fxstreet

Bitcoin stellt laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht von K33 die langjährige Annahme infrage, dass sich die Kryptowährung wie ein gehebelter Stellvertreter des Nasdaq verhält.

Bitcoin-Beta schwächelt trotz starker Nasdaq-Rally

Dem Bericht zufolge ist die 30-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und dem Nasdaq über die Marke von 0,7 gestiegen – ein Niveau, das zuvor nur in ausgeprägten makrogetriebenen Phasen wie im April und Oktober 2022 sowie erneut im März 2025 erreicht wurde. Die Analysten von K33 betonen jedoch, dass Bitcoin zwar von der jüngsten Erholung an den Aktienmärkten profitiert habe, das Ausmaß der Kursgewinne in den vergangenen Wochen aber nicht erreicht habe.

Die Nasdaq-Futures legten zwischen dem 30. März und dem 8. Mai um 27 Prozent zu und verzeichneten damit die stärkste 30-Tage-Performance seit 16 Jahren. Historisch erwarten Händler häufig, dass Bitcoin solche Bewegungen verstärkt, da die Kryptowährung als risikoreiches Anlagegut mit hoher Sensitivität gilt. K33 verweist jedoch darauf, dass Daten aus früheren Aktienrallys der vergangenen Jahre häufig ein gegenteiliges Bild zeigen.

„Phasen, in denen die 30-Tage-Renditen des Nasdaq 10 Prozent überstiegen, gingen typischerweise mit einem sinkenden Bitcoin-Beta einher, was darauf hindeutet, dass Bitcoin nicht als gehebelte Verlängerung von Aktienanstiegen fungiert hat“, heißt es in dem Bericht.

K33 ergänzt, dass sich Bitcoin in Abschwungphasen historisch anders verhalten habe. Bei starken Rückgängen des Nasdaq sei das Beta von Bitcoin in der Regel gestiegen, was darauf hindeutet, dass Entschuldung und Risikoaversion die Kryptomärkte stärker belasten als Aktien.

„Die aktuelle Phase mit erhöhten Korrelationen, außergewöhnlich starken Nasdaq-Renditen und einem sinkenden Bitcoin-Beta ist im Vergleich zum Verhalten von Bitcoin während Nasdaq-Aufschwüngen in den vergangenen drei Jahren nicht ungewöhnlich. Vielmehr spricht sie gegen die verbreitete Auffassung, dass Bitcoin lediglich ein gehebelter Nasdaq-Proxy ist“, so K33 weiter.

Der Bericht hebt zudem Strategy und dessen Programm für unbefristete Vorzugsaktien (STRC) als zunehmend wichtige Quelle der Bitcoin-Nachfrage hervor.

K33 zufolge zahlt STRC monatliche Dividenden, wobei der Dividendenstichtag jeweils auf den 15. des Monats fällt. Wenn Investoren im Vorfeld dieser Ausschüttungen STRC-Aktien erwerben, kann Strategy über ein „At-the-Market“-Programm zusätzliche Aktien ausgeben und die Erlöse für den Kauf von Bitcoin verwenden.

Die an die Ausgabe von STRC gebundenen Bitcoin-Käufe haben sich in diesem Jahr deutlich beschleunigt – von 4.467 Bitcoin im Januar auf nahezu 47.000 Bitcoin im April. Zudem sei das Handelsvolumen der Vorzugsaktien am Montag deutlich gestiegen, da sich der Kurs wieder in Richtung des Nennwerts von 100 Dollar bewegte. Vor dem Dividendenstichtag am Freitag könnte dies den Weg für eine weitere größere Kaufwelle bei Bitcoin in dieser Woche ebnen.

Neben marktstrukturellen Faktoren verweist K33 auch auf regulatorische Entwicklungen in Washington als möglichen Impulsgeber für die Kryptomärkte.

Der Bankenausschuss des Senats dürfte am Donnerstag das sogenannte Clarity Act voranbringen. Der aktuelle Entwurf wird trotz anhaltender Diskussionen über Ethikregeln, DeFi-Schutz und Anreize für Stablecoins insgesamt als konstruktiv für die Branche eingeschätzt.

Bitcoin notiert am Dienstag bei 80.600 US-Dollar und liegt damit im Tagesverlauf 1,5 Prozent im Minus.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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