Der scheidende Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Luis de Guindos, sagte, dass die Zentralbank bei der Entscheidung über eine erwartete Zinserhöhung im nächsten Monat vorsichtig sein müsse, da das Wachstum sich abschwächen werde, berichtete die Financial Times am Montag.
Mein Eindruck ist, dass die Daten zum Wachstum in den kommenden Wochen nicht gut ausfallen werden.
Deshalb würde ich zur Vorsicht raten: Die Auswirkungen auf das Wachstum werden in den kommenden Wochen viel deutlicher sichtbar werden. Und wir benötigen zusätzliche Klarheit in Bezug auf den Konflikt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt das Paar EUR/USD 0,26% im Minus bei 1,1755.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.