Die Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen geht davon aus, dass eine mögliche Wiederöffnung der Straße von Hormus dem Aluminiummarkt nur vorübergehend Entlastung bringen dürfte. Guinea, das rund 40 Prozent der weltweiten Bauxitversorgung stellt, plant, seine Exporte auf 150 Millionen Tonnen zu begrenzen. Das liegt fast 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau und dürfte die Bauxitpreise sowie in der Folge auch die Aluminiumpreise stützen.
„Allerdings könnte sich eine Wiederöffnung der Straße von Hormus als nur kurzfristige Entlastung erweisen. Im Jahresverlauf zeichnet sich ein Engpass bei einem zentralen Rohstoff für die Aluminiumproduktion ab: Die Regierung von Guinea, dem Marktführer mit einem Anteil von 40 Prozent an der globalen Bauxitproduktion, plant eine Begrenzung ihrer Bauxitexporte.“
„Geplant ist ein Höchstvolumen von 150 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von nahezu 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprechen würde. Ziel dieser Maßnahme ist es, die weltweiten Bauxitpreise und damit die Margen der Bergbauunternehmen zu stützen.“
„Sollte die Quote von 150 Millionen Tonnen bestehen bleiben, dürften die Exporte im weiteren Jahresverlauf deutlich zurückgehen. Das sollte die Bauxitpreise stützen und mittelfristig auch die Aluminiumpreise antreiben. Aus 150 Millionen Tonnen Bauxit lassen sich rund 35 Millionen Tonnen Aluminium herstellen.“