Das Währungspaar GBP/USD verliert im frühen europäischen Handel am Dienstag an Boden und notiert nahe 1,3520. Steigende geopolitische Spannungen nach Berichten über iranische Raketenangriffe auf US-Marinefahrzeuge in der Nähe der Straße von Hormus stärken eine sichere Hafenwährung wie den US-Dollar (USD) und wirken als Gegenwind für das wichtige Paar.
Früher am Dienstag berichteten iranische Medien unter Berufung auf eine militärische Quelle, dass die USA zwei zivile Schiffe, die Waren nach Iran transportierten, angegriffen hätten. Der Bericht fügte hinzu, dass die Schiffe nicht mit der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) in Verbindung stünden. Iranische Quellen gaben an, dass fünf Zivilisten getötet wurden.
US-Präsident Donald Trump warnte Iran am Montag, dass es „von der Erdoberfläche ausgelöscht“ werde, wenn es US-Schiffe angreife, die kommerzielle Schiffe beim Durchqueren der Meerenge schützen.
Die Bank of England (BoE) beließ den Leitzins wie erwartet bei 3,75 % und präsentierte ein Szenario, das Zinserhöhungen für angemessen hält, jedoch ohne eine Vorverpflichtung einzugehen. BoE-Gouverneur Andrew Bailey warnte vor einer „kraftvollen Straffung“, falls Energieschocks durch den Nahostkonflikt die Inflation weiter antreiben.
Im Tageschart behält GBP/USD eine leicht bullische kurzfristige Tendenz bei, da der Kurs über dem 20-Tage Simple Moving Average (SMA) und dem 100-Tage Exponential Moving Average (EMA) notiert. Das Paar konsolidiert in der oberen Hälfte seiner jüngsten Volatilitätsbandbreite, wobei der Relative Strength Index (14) bei 53,8 auf ein stetiges, aber nicht überdehntes bullishes Momentum hinweist, während der Kurs die obere Bandregion erreicht.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am oberen Bollinger-Band nahe 1,3610, wo ein klarer Ausbruch den Weg für weitere Gewinne öffnen würde. Auf der Unterseite zeigt sich die anfängliche Unterstützung am mittleren Bollinger-Band bei etwa 1,3515, gefolgt vom 100-Tage-EMA bei 1,3446 und dem unteren Bollinger-Band nahe 1,3418, Niveaus, die Rücksetzer begrenzen sollten, solange der übergeordnete konstruktive Ton erhalten bleibt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.