Das Australian Bureau of Statistics wird seine Daten für Dezember am Donnerstag um 00:30 GMT veröffentlichen. Der australische Handelsüberschuss wird voraussichtlich im Dezember auf 3.300 Mio. MoM ansteigen, verglichen mit 2.936 Mio. im November.
Die Handelsbilanz gibt einen frühen Hinweis auf die Nettou exportleistung. Wenn eine stetige Nachfrage nach australischen Exporten zu beobachten ist, würde dies in ein positives Wachstum der Handelsbilanz umschlagen, was positiv für den AUD sein sollte.
AUD/USD handelt am Tag vor den australischen Handelsdaten negativ. Das Paar verliert an Boden, während der US-Dollar (USD) an Stärke gewinnt, angesichts der sich ändernden Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve (Fed), nachdem US-Präsident Donald Trump letzte Woche den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Fed-Vorsitzenden nominiert hat.
Wenn die Daten besser als erwartet ausfallen, könnte dies den Australischen Dollar (AUD) stärken, wobei die erste Widerstandsmarke beim Hoch vom 3. Februar bei 0,7050 zu sehen ist. Die nächste Widerstandsmarke liegt beim Hoch vom 29. Januar bei 0,7094, auf dem Weg zum Hoch vom 26. Januar 2023 bei 0,7142.
Auf der Unterseite wird das Tief vom 3. Februar bei 0,6945 den Käufern etwas Trost bieten. Weitere Verluste könnten einen Rückgang auf das Tief vom 26. Januar bei 0,6906 zur Folge haben. Die nächste Unterstützung befindet sich beim Tief vom 23. Januar bei 0,6834.
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.