Das britische Pfund Sterling (GBP) gewinnt gegenüber dem US-Dollar (USD) 0,3 Prozent, bleibt jedoch ein relativer Nachzügler unter den G10-Währungen. Es liegt damit hinter allen wichtigen Vergleichswährungen zurück – mit Ausnahme des australischen Dollars und des japanischen Yen, berichten die Chef-Devisenstrategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret.
„Die Arbeitsmarktdaten vom Dienstag fielen gemischt aus. Das Lohnwachstum entsprach weitgehend den Erwartungen, zugleich zeigte sich jedoch ein stärker als erwarteter Anstieg der Gesamtbeschäftigung sowie ein deutlicherer Rückgang bei der monatlichen Veränderung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Die Veröffentlichung ist von Bedeutung, da sie eine datenreiche Woche einleitet, die am Mittwoch die Verbraucherpreisinflation, am Donnerstag die Zahlen zu den öffentlichen Finanzen sowie am Freitag die Einzelhandelsumsätze und vorläufigen Einkaufsmanagerindizes umfasst.“
„An den Märkten für kurzfristige Zinssätze mehren sich die Anzeichen für einen spürbaren Anstieg der Zinserwartungen, wodurch das Ausmaß der für 2026 eingepreisten Zinssenkungen weiter zurückgenommen wird. Derzeit preisen die Märkte nur noch etwa 40 Basispunkte an Lockerung durch die Bank of England ein, nach rund 50 Basispunkten noch vor etwa einer Woche. Ähnlich wie beim Euro scheint die Marktstimmung eine dominante Rolle zu spielen, zumal das Pfund eine hohe Korrelation zu Risikoaufschlägen zeigt.“