Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, behält am Mittwoch den dritten Tag in Folge eine positive Tendenz bei, wenngleich es ihm an bullischer Überzeugung fehlt. Der Index bleibt in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung unter der psychologischen Marke von 100,00, da Händler gespannt auf die Veröffentlichung der jüngsten US-Verbraucherinflationsdaten warten.
Die entscheidenden Daten werden auf Hinweise zum geldpolitischen Kurs der US-Notenbank (Fed) hin geprüft werden, was dem DXY wiederum neuen Richtungsimpuls verleihen dürfte. Unterdessen halten Inflationsrisiken infolge volatiler Ölpreise Spekulationen auf eine Zinserhöhung der Fed aufrecht und stützen weiterhin die erhöhten Renditen von US-Staatsanleihen. Dies wirkt zusammen mit geopolitischen Unsicherheiten weiterhin als Rückenwind für den sicheren Hafen US-Dollar (USD) und begünstigt die Bullen.
Aus technischer Sicht notiert der DXY unter einem dichten Fibonacci-Retracement-Cluster und dem 200-Perioden Exponential Moving Average (EMA) auf dem 4-Stunden-Chart. Unterdessen bleibt der Moving Average Convergence Divergence (MACD) leicht im positiven Bereich, während der Relative Strength Index (RSI) um 51 pendelt. Dies deutet wiederum auf eine moderate Erholung des Momentums hin, die die vorherrschende Widerstandsstruktur bislang noch nicht überwunden hat.
Daher ist es ratsam, einen Anstieg über das 23,6%-Fibonacci-Retracement des Rückgangs vom Juli-Hoch abzuwarten, bevor auf weitere Gewinne bis zum 38,2%-Retracement bei 100,26 und dem 50,0%-Niveau bei 100,53 gesetzt wird. Darüber hinaus folgen das 61,8%-Fibo.-Retracement bei 100,79 und das 78,6%-Niveau bei 101,17 vor dem Bereich des Zyklushochs bei 101,65, während der 200-Perioden-EMA bei 100,41 diese breitere Begrenzung zusätzlich untermauert.
Auf der Unterseite ist die wichtige Unterstützung bei der Fibonacci-Marke nahe 99,40 zu beachten, deren Bruch den Weg für eine tiefere Schwäche des DXY erneut öffnen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Inflationäre oder deflationäre Tendenzen werden erfasst, indem regelmäßig die Preise eines repräsentativen Warenkorbs aus Gütern und Dienstleistungen zusammengezählt und als Verbraucherpreisindex (VPI) dargestellt werden. Diese VPI-Daten werden monatlich erhoben und vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) stellt die Preise im aktuellen Referenzmonat denen desselben Monats des Vorjahres gegenüber. Der VPI gilt als wichtiger Indikator zur Messung der Inflation und der Entwicklung der Kaufkraft. In der Regel wird ein hoher Wert als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD) bewertet, während ein niedriger Wert als negativ (bärisch) gilt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Aug. 12, 2026 12:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 3.4%
Vorher: 3.5%
Quelle: US Bureau of Labor Statistics
Die US-Notenbank (Fed) verfolgt ein doppeltes Mandat: die Sicherstellung von Preisstabilität und maximaler Beschäftigung. Gemäß diesem Auftrag sollte die Inflation bei etwa 2 % im Jahresvergleich liegen. Doch genau dieser Aspekt stellt seit der Pandemie – die die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflusst – die größte Herausforderung für die Zentralbank dar. Der Preisdruck bleibt hoch, da anhaltende Lieferkettenprobleme und Engpässe die Teuerung weiter anheizen. Gleichzeitig verharrt der Verbraucherpreisindex (CPI) auf einem Mehrjahreshoch. Die Fed hat bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die Inflation einzudämmen, und wird ihre restriktive Geldpolitik voraussichtlich auch in absehbarer Zukunft beibehalten.