Der US-Dollar dürfte nach Einschätzung des Ökonomen Philip Wee von DBS Group Research auch im August unter Druck bleiben, nachdem er Ende Juli deutlich an Wert verloren hatte. Als Belastungsfaktoren nennt er die zurückhaltende Haltung der US-Notenbank unter ihrem Vorsitzenden Kevin Warsh, koordinierte Währungsinterventionen der USA und Japans am Devisenmarkt sowie die nachlassenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
„Der Ausblick für den Greenback wirkt im August düster, nachdem er Ende Juli kräftig ins Straucheln geraten ist.“
„Das Zusammenspiel aus einer Fed, die sich offenbar mit weiteren Zinserhöhungen zurückhält, koordinierten Währungsinterventionen der USA und Japans sowie einer Entspannung der geopolitischen Lage im Nahen Osten hält den US-Dollar anfällig.“
„Erstens hat Fed-Chef Kevin Warsh die Anleger verunsichert, die zuvor umfangreiche Long-Positionen im US-Dollar aufgebaut hatten, weil sie auf seinen als restriktiv geltenden geldpolitischen Kurs gesetzt hatten.“
„Anstatt anzudeuten, dass die Zinsen steigen könnten, nutzte Warsh die FOMC-Sitzung vom 28. bis 29. Juli, um institutionelle Reformen in den Mittelpunkt zu stellen – insbesondere den Abbau der Forward Guidance.“
„Anstatt den US-Dollar zu stützen, spiegelte die daraus resultierende steilere Renditekurve bei US-Staatsanleihen ein nachlassendes Vertrauen in die US-Geldpolitik wider.“