Das Paar USD/CAD gewinnt im frühen europäischen Handel am Dienstag auf nahe 1,4050 an Boden. Händler wägen weiterhin die Entwicklungen rund um die US-Iran-Gespräche ab. Die US-JOLTS-Daten zu offenen Stellen werden später am Dienstag veröffentlicht. Am Freitag stehen die US- und kanadischen Arbeitsmarktberichte für Juli im Mittelpunkt.
Bloomberg berichtete am Montag, dass US-Präsident Donald Trump behauptet habe, die Gespräche mit dem Iran liefen, und sagte, dies sei Teherans "letzte Chance, ein gutes Dokument zu unterzeichnen". Trump fügte hinzu, er erwarte, dass die Verhandlungen in den nächsten ein oder zwei Tagen beginnen würden, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen und einen Weg zu schaffen, damit der Iran auf die US-Bedenken hinsichtlich seines Atomprogramms eingehen könne.
Dennoch bestritt Teheran, dass Gespräche mit den USA stattfänden. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte, der aktuelle Fokus des Landes liege auf Verhandlungen mit Oman über die Straße von Hormus.
Jegliche Anzeichen erneuter Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnten die Rohölpreise stützen und den rohstoffgebundenen Kanadischen Dollar (CAD) gegenüber dem US-Dollar (USD) unterstützen. Es ist erwähnenswert, dass Kanada ein bedeutendes Ölexportland ist und hohe Rohölpreise in der Regel einen positiven Einfluss auf den Loonie haben.
Die US-Arbeitsmarktdaten für Juli am Freitag werden genau beobachtet, da sie möglicherweise mehr Klarheit über den nächsten geldpolitischen Schritt der Federal Reserve (Fed) liefern könnten. Ein stärker als erwartetes Ergebnis würde die Wetten auf höhere US-Zinsen für länger untermauern und den Greenback stützen. Laut dem CME FedWatch-Tool haben die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von fast 64,7% für eine Zinserhöhung im September eingepreist, nach etwa 77% vor der Fed-Sitzung im Juli.
Analysten der Scotiabank weisen darauf hin, dass der Kanadische Dollar Unterstützung durch einen "insgesamt schwächeren USD-Unterton" erhalten hat, der sich in den vergangenen beiden Sitzungen entwickelt hat. Sie heben jedoch hervor, dass der CAD im USD/CAD "etwas Schwierigkeiten hat, sich durch den Bereich um 1,40" zu bewegen, was unterstreicht, dass die jüngsten Gewinne trotz des günstigeren US-Dollar-Umfelds begrenzt bleiben.
Auf dem Tages-Chart hält sich USD/CAD über dem einfachen 100-Tage-Durchschnitt (SMA), wodurch der breitere Aufwärtstrend trotz einer nachlassenden Dynamik unterstützt bleibt. Der Kurs liegt knapp unter dem 20-Perioden-SMA der Bollinger-Bänder, während der Relative Strength Index (14) bei 45,9 in Richtung neutraler Bereiche zurückgegangen ist, was darauf hindeutet, dass die jüngste überkaufte Phase bislang abgeklungen ist, ohne eine tiefere Korrektur auszulösen.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am mittleren Bollinger-Band nahe 1,4085, mit einer stärkeren Begrenzung am oberen Bollinger-Band um 1,4182. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung am unteren Bollinger-Band bei 1,3985, vor der wichtigeren Marke beim 100-Tage-SMA um 1,3907, wo Käufer voraussichtlich die vorherrschende bullische Struktur verteidigen würden.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.