Ripple Prognose: Diese 1 Zahl entscheidet jetzt über XRP

Quelle Fxstreet

XRP steht vor einem Tag, der den Kurs für den Rest des Jahres 2026 bestimmen könnte. Am 13. Mai wurde XRP bei 1,4449 US-Dollar gehandelt. Zuvor war der Kurs am Sonntag noch um rund 6 % bis auf 1,50 US-Dollar gestiegen. Doch der Ausbruch hielt nicht. Wieder einmal prallte XRP genau an der Zone ab, an der sich aktuell besonders viel entscheidet.

Der Grund dafür ist nicht nur Charttechnik. Es geht um Politik. Es geht um Regulierung. Und es geht um die Frage, ob der CLARITY Act endlich den entscheidenden Schritt nach vorne macht.

Der Vorsitzende des Senate Banking Committee, Tim Scott, hat für Donnerstag, den 14. Mai, um 10:30 Uhr EST eine Markup-Abstimmung zum CLARITY Act angesetzt. Genau diese Nachricht hatte den XRP-Kurs zunächst nach oben getrieben. Auf Polymarket stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Verabschiedung des Gesetzes zeitweise sogar auf 90 %. Doch dann kam der Dämpfer: Nach dem Widerstand der fünf größten Bankenverbände gegen den Stablecoin-Kompromiss fiel die Wahrscheinlichkeit wieder auf 62 % zurück.

Und genau deshalb ist diese Ripple Prognose so brisant. Denn Donnerstag ist für XRP nicht einfach nur irgendein Termin. Donnerstag ist aus meiner Sicht der wichtigste Kurstreiber für XRP im gesamten Jahr 2026.

Warum dieser Donnerstag für XRP alles verändern kann

Die Abstimmung im Senate Banking Committee findet am Donnerstag, dem 14. Mai, um 10:30 Uhr EST im Dirksen Senate Office Building statt. Das Komitee besteht aus 24 Mitgliedern. Davon sind 13 Republikaner und 11 Demokraten. Um den CLARITY Act in Richtung Senat weiterzuschicken, braucht es 13 Ja-Stimmen.

Das klingt zunächst nach reiner Politik. Für XRP ist es aber viel mehr als das. Denn Ripple und XRP hängen seit Jahren an der Frage, wann es endlich klare Regeln für digitale Assets in den USA gibt. Genau deshalb reagiert der Markt so empfindlich auf jede neue Entwicklung rund um den CLARITY Act.

Tim Scott hat in einem Interview mit Fox Business bereits klargemacht, worum es geht. Er sagte sinngemäß, man befinde sich in der „red zone“. Also in der entscheidenden Phase. Und genau diese Aussage zeigt, wie knapp und gleichzeitig wie wichtig die Lage ist.

Als Scott die Markup-Abstimmung auf den Kalender setzte, sprang die Polymarket-Wahrscheinlichkeit für eine vollständige Verabschiedung des CLARITY Act im Jahr 2026 zunächst auf 80 %. Am Wochenende ging es sogar kurzzeitig bis auf 90 %. Das war der Moment, in dem XRP auf 1,50 US-Dollar kletterte.

Doch dann meldeten sich die Banken.

Die fünf größten Bankenverbände, darunter auch die American Bankers Association, lehnten den Stablecoin-Kompromiss im Gesetzesentwurf ab. Sofort kippte die Stimmung. Die Wahrscheinlichkeit auf Polymarket fiel auf 62 %. Und XRP verlor den Schwung.

Das zeigt ziemlich deutlich: Der Markt will den Ausbruch sehen. Aber er traut ihm noch nicht.

Die Bankenlobby bremst XRP aus

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Der Widerstand der Bankenlobby ist aktuell der Hauptgrund, warum XRP nicht sauber über 1,50 US-Dollar ausbrechen kann.

Ohne diesen Gegenwind hätte die Rallye vermutlich deutlich stärker ausfallen können. Denn die Ausgangslage war eigentlich bullisch. Ein konkreter Termin für die Markup-Abstimmung, eine stark steigende Wahrscheinlichkeit auf Polymarket und ein Markt, der seit Monaten auf regulatorische Klarheit wartet. Mehr braucht es bei XRP normalerweise nicht, um Momentum zu erzeugen.

Doch genau an dieser Stelle zeigt sich das Problem. XRP ist kein normaler Coin, der nur von Bitcoin, Liquidität und Marktstimmung abhängt. XRP ist ein politischer Coin. Zumindest in der Wahrnehmung vieler Anleger. Wenn es Fortschritte bei der Regulierung gibt, springt der Kurs an. Wenn es Widerstand gibt, kommt sofort Druck auf.

Und jetzt steht XRP genau zwischen diesen beiden Kräften. Auf der einen Seite der mögliche Durchbruch beim CLARITY Act. Auf der anderen Seite die Bankenverbände, die den Stablecoin-Kompromiss angreifen.

Für dich als Anleger bedeutet das: Diese Ripple Prognose hängt kurzfristig nicht nur am Chart. Sie hängt an einer Abstimmung.

Der Zeitplan ist extrem eng

Das Weiße Haus hat bereits eine klare zeitliche Linie skizziert. Im Mai soll die Markup-Abstimmung im Senate Banking Committee stattfinden. Im Juni könnte dann die Abstimmung im Senat folgen. Bis zum 4. Juli soll anschließend das Repräsentantenhaus entscheiden.

Das klingt nach einem ambitionierten, aber machbaren Fahrplan. Doch es gibt einen Haken: Wenn die Abstimmung am Donnerstag scheitert oder nicht rechtzeitig vorankommt, könnte der gesamte Plan ins Wanken geraten.

Besonders wichtig ist dabei die Memorial-Day-Pause am 21. Mai. Sollte der Markup-Prozess bis dahin nicht erfolgreich sein, sieht Senator Moreno laut den vorliegenden Angaben keine realistische Chance mehr bis 2030.

Das wäre für XRP ein massiver Schlag. Denn dann würde der wichtigste bullische Katalysator für den Rest des Jahres 2026 wegfallen.

Genau deshalb ist die Nervosität im Markt so hoch. Es geht nicht um eine kleine Verzögerung. Es geht um die Frage, ob XRP noch in diesem Jahr von regulatorischer Klarheit profitieren kann oder ob Anleger wieder jahrelang warten müssen.

Über 1,45 US-Dollar wartet eine massive Verkaufswand

Warum kam XRP nach der Rallye nicht weiter als 1,50 US-Dollar? Die Antwort liegt im Orderbuch.

Zwischen 1,45 und 1,50 US-Dollar befinden sich rund 1,16 Milliarden XRP im Verlustbereich. Dazu kommen Verkaufsorders im Wert von rund 3 Milliarden US-Dollar oberhalb dieser Zone. Das ist gewaltig.

Deshalb ist der Anstieg am Sonntag exakt bei 1,50 US-Dollar gescheitert. Das war nicht einfach nur eine runde Marke. Es war auch nicht nur ein klassischer technischer Widerstand. Es war eine echte Angebotswand.

Viele Anleger sitzen in diesem Bereich offenbar auf Positionen, die sie bei einer Erholung verkaufen wollen. Sobald XRP in diese Zone läuft, kommt Verkaufsdruck in den Markt. Genau das hat man jetzt gesehen.

Ohne einen starken Katalysator wird XRP diese Wand kaum einfach so durchbrechen. Und genau hier kommt wieder der CLARITY Act ins Spiel. Eine erfolgreiche Markup-Abstimmung könnte der Impuls sein, der genug Käufer in den Markt bringt, um diese Verkaufszone zu überwinden.

Scheitert die Abstimmung aber, dürfte genau das Gegenteil passieren. Dann fehlt der Ausbruchstreiber. Und XRP könnte wieder in die alte Handelsspanne zwischen 1,30 und 1,44 US-Dollar zurückfallen.

ETF-Zuflüsse helfen, aber sie reichen allein nicht

Ganz so schlecht ist die Lage aber nicht. Denn es gibt weiterhin Nachfrage nach XRP.

Spot-XRP-ETFs verzeichneten allein in der vergangenen Woche zusätzliche Zuflüsse von 34,2 Mio. US-Dollar. Insgesamt liegen die Zuflüsse damit bei 1,32 Mrd. US-Dollar. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass institutionelles Interesse vorhanden ist.

Doch man sollte sich davon nicht blenden lassen. Diese Zuflüsse sind positiv. Sie stabilisieren den Markt. Sie zeigen, dass XRP nicht ignoriert wird. Aber sie ersetzen nicht den regulatorischen Katalysator.

Wenn die Abstimmung am Donnerstag scheitert, werden diese ETF-Zuflüsse nicht einfach verschwinden. Aber das Momentum dürfte deutlich nachlassen. Anleger würden dann neu bewerten müssen, wie viel Fantasie noch im XRP-Kurs steckt, wenn der politische Durchbruch vorerst ausbleibt.

Und genau das macht die Situation so gefährlich. Die Nachfrage ist da. Aber der Kurs braucht jetzt einen Grund, um die Verkaufswand oberhalb von 1,45 US-Dollar wirklich zu sprengen.

Die technische Lage: XRP steht auf der Kippe

Der 2-Stunden-Chart zeigt bei XRP aktuell eine Bull Flag nach dem jüngsten Impulsanstieg bis auf 1,507 US-Dollar. Gleichzeitig wird der aufsteigende Trendkanal erneut getestet.

Seit dem Mai-Tief bei 1,379 US-Dollar konnte XRP höhere Tiefs bilden. Das ist zunächst positiv. Es zeigt, dass Käufer bei Rücksetzern weiterhin aktiv sind. Solange diese Struktur hält, bleibt der kurzfristige Aufwärtstrend intakt. Aber der Spielraum wird enger.

Der erste wichtige Widerstand liegt bei 1,464 US-Dollar. Dort verläuft auch der rote gleitende Durchschnitt. Danach folgen 1,488 US-Dollar und 1,507 US-Dollar. Genau diese Zone muss XRP knacken, wenn aus der aktuellen Konsolidierung ein echter Ausbruch werden soll.

Auf der Unterseite liegt die erste wichtige Unterstützung bei 1,412 US-Dollar. Dort verläuft der blaue gleitende Durchschnitt. Darunter wird das Mai-Tief bei 1,379 US-Dollar entscheidend.

Fällt XRP darunter, wäre das ein klares Warnsignal. Dann könnte der Markt schnell wieder in Richtung 1,30 US-Dollar laufen. Hält die Unterstützung dagegen und gelingt der Ausbruch über 1,45 US-Dollar, wäre kurzfristig wieder Platz bis 1,464 und 1,488 US-Dollar.

Der RSI liegt aktuell im Bereich von 50 bis 55. Das ist weder überhitzt noch schwach. Zusammen mit der positiven Divergenz spricht das für eine gesunde Konsolidierung. Aber auch hier gilt: Technik allein reicht bei XRP gerade nicht. Der politische Impuls muss kommen.

Der mögliche Trade bei XRP

Für Trader ist die Lage relativ klar. Ein Long-Signal entsteht erst bei einem Ausbruch über 1,45 US-Dollar. Dann liegen die nächsten Ziele bei 1,464 bis 1,488 US-Dollar. Der Stop-Loss sollte unter 1,412 US-Dollar liegen.

Das klingt nach einem sauberen Setup. Aber man darf nicht vergessen: Dieser Trade hängt stark an der Abstimmung am Donnerstag.

Kommt ein positives Signal aus dem Senate Banking Committee, könnte XRP die Zone über 1,45 US-Dollar erneut angreifen. Dann wäre auch ein neuer Test von 1,507 US-Dollar möglich. Wird der CLARITY Act im Markup-Prozess aber ausgebremst, dürfte der Markt das hart bestrafen.

Dann wäre ein Rückfall unter 1,40 US-Dollar nicht nur möglich, sondern aus meiner Sicht sogar naheliegend.

Mein Fazit zur Ripple Prognose

Diese Ripple Prognose ist nichts für schwache Nerven. XRP steht an einem Punkt, an dem eine einzige politische Entscheidung den Kurs massiv bewegen kann.

Auf der positiven Seite steht ein klarer Katalysator: die Markup-Abstimmung zum CLARITY Act am 14. Mai. Sollte diese erfolgreich verlaufen, könnte XRP endlich den nötigen Schub bekommen, um die Verkaufswand zwischen 1,45 und 1,50 US-Dollar anzugreifen. In diesem Fall wären 1,464 US-Dollar, 1,488 US-Dollar und später auch 1,507 US-Dollar die nächsten wichtigen Marken.

Auf der negativen Seite steht der massive Widerstand der Bankenlobby. Die fünf größten Bankenverbände haben den Stablecoin-Kompromiss attackiert. Genau deshalb sind die Polymarket-Wahrscheinlichkeiten von 90 % auf 62 % gefallen. Und genau deshalb kommt XRP derzeit nicht nachhaltig über 1,50 US-Dollar hinaus.

Für Anleger bedeutet das: XRP hat kurzfristig enormes Bewegungspotenzial. Aber dieses Potenzial geht in beide Richtungen.

Gelingt der politische Durchbruch, könnte der Kurs schnell wieder anspringen. Scheitert die Abstimmung, droht der Rückfall unter 1,40 US-Dollar. Dann wäre die wichtigste Hoffnung für XRP im Jahr 2026 erst einmal vom Tisch.

Ich würde deshalb nicht blind in die aktuelle Spannung hinein kaufen. Wer bereits investiert ist, sollte den 14. Mai genau im Blick behalten. Wer noch an der Seitenlinie steht, sollte abwarten, ob XRP den Bereich über 1,45 US-Dollar wirklich zurückerobert. Denn erst dann wird aus der Hoffnung auf einen Ausbruch auch ein Signal, das man ernst nehmen kann.

Die Wahrheit ist: XRP braucht jetzt keine kleinen guten Nachrichten mehr. XRP braucht den politischen Befreiungsschlag. Und genau dieser könnte am Donnerstag kommen – oder komplett scheitern.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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