NZD/USD notiert am Freitag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung um 0,34 % niedriger bei rund 0,5710. Das Paar gerät unter Druck, da der US-Dollar (USD) wieder an Stärke gewinnt, unterstützt durch den hawkischen Ton von Federal Reserve (Fed)-Chef Kevin Warsh, wodurch der Ausblick für die US-Geldpolitik im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Anleger bleibt.
Kevin Warsh betonte, dass die Inflation weiterhin unangenehm hoch sei, und argumentierte, dass die im Sommer veröffentlichten Wirtschaftsdaten keine ausreichend überzeugende strukturelle Verbesserung gezeigt hätten. Diese Äußerungen schüren Erwartungen einer strafferen Geldpolitik, stützen den US-Dollar und üben Abwärtsdruck auf NZD/USD aus.
Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von 53,1 % für eine Zinserhöhung auf der Oktober-Sitzung der Fed einpreisen, gegenüber 44 % am Vortag. Diese Neubewertung des US-Zinsausblicks begünstigt den Greenback, da Anleger die Möglichkeit einpreisen, dass restriktive geldpolitische Bedingungen länger bestehen bleiben könnten.
Auf neuseeländischer Seite bieten die geldpolitischen Erwartungen dem neuseeländischen Dollar (NZD) dennoch etwas Unterstützung. Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 60 % ein, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) ihren Leitzins auf ihrer bevorstehenden geldpolitischen Sitzung im Oktober auf 3 % anheben wird.
Auch die jüngsten Handelsdaten Neuseelands zeichnen ein gemischtes Bild. Das Handelsbilanzdefizit verringerte sich im August auf 1,35 Mrd. NZ$ von 2,12 Mrd. NZ$ im Juli, bleibt jedoch höher als das vom Marktkonsens erwartete Defizit von 1,275 Mrd. NZ$.
Die Exporte stiegen im August im Jahresvergleich um 15,4 % auf 6,66 Mrd. NZ$, nach einem revidierten Anstieg von 10,8 % im Juli. Die Importe legten unterdessen um 13,1 % auf 8 Mrd. NZ$ zu, nachdem sie im Vormonat um 28,4 % gestiegen waren. Trotz der Verbesserung der Handelsbilanz dominiert derzeit die erneute Stärke des US-Dollars die Kursbewegung von NZD/USD.
Im Stundenchart notiert NZD/USD bei 0,5712 und behält einen bärischen kurzfristigen Bias bei, da der Kurs unter dem einfachen 100-Perioden-Durchschnitt (SMA) bei 0,5746 und dem 200-Perioden-SMA bei 0,5789 bleibt. Das Paar wird zudem weiterhin durch die abwärts gerichtete Widerstandstrendlinie bei 0,5752 begrenzt, während der Relative Strength Index (RSI) um 37 eher auf ein schwaches Abwärtsmomentum als auf einen überverkauften Extrempunkt hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der anfängliche Widerstand an der horizontalen Barriere nahe 0,5728, vor der Trendlinie bei 0,5752 und den gebündelten 100- und 200-Perioden-SMAs darüber. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei 0,5703, mit einem tieferen Boden bei 0,5670, und ein nachhaltiger Rückgang unter diese Niveaus dürfte die aktuelle bärische Phase wahrscheinlich ausweiten.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)