Deutsche Bank bleibt bei Aktien optimistisch - Deutschland ist Favorit

Quelle Fxstreet

Nach einer Phase historisch niedriger realisierter Schwankungen ist die Marktvolatilität wieder auf normalere Niveaus zurückgekehrt. Die Strategen der Deutschen Bank rechnen dennoch damit, dass Aktien bis zum Jahresende unterstützt bleiben.

Das Team um Maximilian Uleer erklärte, die Abkehr vom „langweiligen“ Markt im August spiegele höhere Zinsen, höhere Inflation, zunehmende politische Unsicherheit und Sorgen über die Ausgaben für Künstliche Intelligenz wider. Dennoch „erwarten wir, dass Aktien unterstützt bleiben, solange höhere Zinsen von höherem Wachstum und höheren Inflationsdaten begleitet werden“, so die Strategen.

„Wir sehen zudem eine gute Chance, dass der aktuelle Markt- und politische Druck zu einer Deeskalation des Iran-Konflikts führen und die Stimmung an den Aktienmärkten stützen könnte“, fügten sie hinzu.

Regional bleibt die Bank zwischen europäischen und US-Aktien „taktisch neutral“. Die Strategen verwiesen darauf, dass die makroökonomischen Überraschungen in Europa positiver ausgefallen seien und die Gewinndynamik stärker wirke als in den USA. Das absolute Gewinnwachstum in den USA bleibe jedoch „außergewöhnlich und breit angelegt“. Der Bewertungsabschlag europäischer Aktien gegenüber US-Titeln hat sich von 9,0 Ende 2024 auf 4,6 verringert und liegt damit laut den Strategen „nahe an unserer Prognose“.

Deutschland bleibt innerhalb Europas der bevorzugte Markt der Bank. Die Deutsche Bank verweist auf bessere Konjunkturdaten, voranschreitenden Reformschwung und eine fiskalische Wende, die bis zum Ende des Jahrzehnts neue Schulden von 1 Billion Euro vorsieht. Angesichts der Tatsache, dass Deutschland seine Schuldenquote im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt in den vergangenen zehn Jahren gesenkt hat, sei dies ein „erheblicher“ fiskalischer Spielraum.

Mit Blick auf die Zinsen erklärten die Strategen, historische Daten zeigten, dass Aktien höhere Renditen verkraften können, solange das makroökonomische Umfeld robust bleibt. Wenn die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen in der Vergangenheit die Marke von 5 Prozent überschritten habe, sei der S&P 500 am betreffenden Tag im Median unverändert geblieben und nach einem Monat „um fast 1 Prozent“ gestiegen.

Die Deutsche Bank nahm zwei Änderungen bei ihren Sektorbewertungen vor. Versorger wurden auf Übergewichten hochgestuft. Die Bank argumentiert, der jüngste zinsbedingte Ausverkauf des Sektors sei „nicht gerechtfertigt“, da die historische Korrelation mit steigenden Zinsen gering sei und die Gewinnschätzungen die jüngste Erholung der Strompreise noch nicht widerspiegelten.

Gesundheitswerte wurden dagegen auf Neutral abgestuft. Die Bank verweist auf ein attraktiveres Chance-Risiko-Verhältnis in anderen defensiven Sektoren wie Basiskonsumgüter und Immobilien. Bei Versicherungen und Telekomwerten bleibt sie untergewichtet und begründet dies mit hohen Bewertungen sowie nachlassendem Gewinnwachstum in der zweiten Jahreshälfte.

Für die großen europäischen Indizes rechnet die Bank bis Ende 2026 mit einem Aufwärtspotenzial von 3 bis 6 Prozent. Für den STOXX 600 erwartet sie in diesem Jahr ein Gewinnwachstum von 15 Prozent.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
placeholder
Klimakiller KI: So plündern Big Techs unsere EnergiereservenInvesting.com – Der immense Stromverbrauch von Blockchains wie Bitcoin und Ethereum stand über viele Jahre hinweg im Fokus und wurde stets damit in Verbindung gebracht, wie umweltschädlich diese Techn
Autor  Investing.com
16.Jul. 2024
Investing.com – Der immense Stromverbrauch von Blockchains wie Bitcoin und Ethereum stand über viele Jahre hinweg im Fokus und wurde stets damit in Verbindung gebracht, wie umweltschädlich diese Techn
placeholder
Goldpreis Prognose: Fed-Termin am 17. Juni als KurstreiberDer Goldpreis steht vor der Entscheidung. Und genau diese Phase kann für Anleger besonders gefährlich werden.
Autor  FXStreet
Di. 09.Jun
Der Goldpreis steht vor der Entscheidung. Und genau diese Phase kann für Anleger besonders gefährlich werden.
placeholder
Goldpreis am Scheideweg: Bullen brauchen jetzt diesen AusbruchDer Goldpreis steht gerade an einem Punkt, an dem Anleger und Trader genauer hinsehen sollten. Nach der starken Entwicklung der vergangenen Monate ist die Lage plötzlich deutlich weniger eindeutig.
Autor  FXStreet
Fr. 04.Sep
Der Goldpreis steht gerade an einem Punkt, an dem Anleger und Trader genauer hinsehen sollten. Nach der starken Entwicklung der vergangenen Monate ist die Lage plötzlich deutlich weniger eindeutig.
placeholder
WTI fällt Richtung 100 Dollar – US-Lageraufbau überrascht den ÖlmarktWest Texas Intermediate (WTI), der US-Rohöl-Benchmark, notiert am Mittwoch in den frühen europäischen Handelsstunden bei rund 100,00 USD. WTI fällt nach einem unerwarteten Anstieg der US-Rohöllagerbestände.
Autor  FXStreet
Mi. 16.Sep
West Texas Intermediate (WTI), der US-Rohöl-Benchmark, notiert am Mittwoch in den frühen europäischen Handelsstunden bei rund 100,00 USD. WTI fällt nach einem unerwarteten Anstieg der US-Rohöllagerbestände.
placeholder
Bitcoin rutscht unter wichtige Marke - doch der Markt hält standBitcoin (BTC) ist unter seine jüngste Handelsspanne und den True Market Mean bei 76.700 US-Dollar gefallen.
Autor  FXStreet
vor 23 Stunden
Bitcoin (BTC) ist unter seine jüngste Handelsspanne und den True Market Mean bei 76.700 US-Dollar gefallen.
verbundene Finanzinstrumente
goTop
quote