Das Währungspaar GBP/USD tut sich schwer, die Erholung vom Freitag aus der Nähe des monatlichen Swing-Tiefs zu nutzen, und konsolidiert zu Beginn einer neuen Woche oberhalb der psychologischen Marke von 1,3500. Händler scheinen zögerlich, aggressive Richtungswetten einzugehen, und ziehen es vor, sich vor den wichtigen Ereignisrisiken der Zentralbanken an die Seitenlinie zu begeben.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und die Bank of England (BoE) werden ihre geldpolitischen Entscheidungen am Mittwoch bzw. Donnerstag bekannt geben. Die in der vergangenen Woche veröffentlichten US-Inflationsdaten bestätigten die Markterwartungen, dass die US-Zentralbank die Zinssätze um 25 Basispunkte (bps) anheben könnte. Dies wird zusammen mit einer weiteren Eskalation der Spannungen im Nahen Osten als Rückenwind für den sicheren Hafen US-Dollar (USD) gesehen und hält das Währungspaar GBP/USD in Schach.
In den jüngsten Entwicklungen erklärten die vom Iran unterstützten Houthi-Kämpfer im Jemen, dass sie mit Drohnen und Raketen einen Militärstützpunkt im Süden Saudi-Arabiens angegriffen hätten. Darüber hinaus wurde am frühen Sonntag im Golf von Hormus ein iranisches Frachtschiff getroffen, während ein geplantes regionales Treffen zwischen den Golfstaaten und dem Iran bezüglich des Golfs von Hormus verschoben wurde. Dies hält die geopolitische Risikoprämie im Spiel, was sich als ein weiterer Faktor erweist, der den sicheren Hafen Greenback stützt.
Das britische Pfund (GBP) hingegen erhält Unterstützung durch den am Freitag veröffentlichten, besser als erwarteten britischen BIP-Bericht, der zeigte, dass die Wirtschaft im Juli um 0,4% gewachsen ist, verglichen mit den Konsensschätzungen für eine unveränderte Entwicklung. Händler blicken nun auf den britischen Arbeitsmarktbericht am Dienstag und den britischen VPI-Bericht am Mittwoch, um kurzfristige Impulse zu erhalten. Allerdings halten Erwartungen, dass die BoE die Zinssätze unverändert bei 3,75% belassen wird, die GBP-Bullen davon ab, neue Wetten einzugehen, und begrenzen das Aufwärtspotenzial für das Währungspaar GBP/USD.
Das Währungspaar GBP/USD notiert knapp unter dem 200-Perioden-Simple Moving Average (SMA) bei 1,3522 und dem 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 1,3516. Dies hält den kurzfristigen Ton leicht bärisch und deutet darauf hin, dass Aufwärtsversuche derzeit begrenzt sind, sofern Käufer diese Zone nicht klar zurückerobern können.
Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den Weg in Richtung des 23,6%-Fibo.-Retracements bei 1,3575 und später zum Zyklus-Anker nahe 1,3671 öffnen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 50,0%-Retracement bei 1,3468, mit tieferen Unterstützungen beim 61,8%-Niveau bei 1,3420 und dem 78,6%-Retracement bei 1,3352, vor einer wichtigeren Basis um 1,3265.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.