USD/CAD beendet seine dreitägige Gewinnserie und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Montag um 1,3870. Das Paar gibt leicht nach, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) von den erhöhten Ölpreisen Unterstützung erhält.
Die Rohölpreise steigen in Richtung eines nahezu Viermonatshochs, nachdem ein Drohnenangriff Saudi-Arabien dazu zwang, eine wichtige Rohölpipeline stillzulegen. Diese Störung hat eine entscheidende Route stark beeinträchtigt, die traditionell genutzt wird, um die Straße von Hormus zu umgehen. Vorsorglich wurden die saudischen Aktivitäten an der East-West-Pipeline unmittelbar nach den Angriffen vom Donnerstag ausgesetzt, und die Behörden haben bislang nicht signalisiert, wann der normale Betrieb wieder aufgenommen wird.
Analysten der Scotiabank weisen darauf hin, dass die Zinsdifferenzen am kurzen Ende der Kurve der Währung etwas Unterstützung bieten, und stellen fest, dass "die US-/Kanada-Spreads am kurzen Ende in den vergangenen Tagen recht stabil geblieben sind, trotz des erhöhten Fokus auf die US-Zinspolitik," ein Umfeld, das ihrer Ansicht nach "dem CAD kurzfristig einen gewissen Anker bieten sollte."
Allerdings könnte das Paar USD/CAD wieder anziehen, da der US-Dollar (USD) angesichts aggressiver Wetten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) für die Entscheidung am Mittwoch nach heißeren US-Inflationsdaten Unterstützung erhält. Laut dem CME FedWatch Tool haben die Finanzmärkte eine Wahrscheinlichkeit von fast 87% für eine Zinserhöhung um einen Viertelpunkt auf der September-Sitzung der Fed eingepreist, gegenüber 59% vor einer Woche.
Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) beschleunigte sich im August und untermauerte die Erwartungen, dass die US-Notenbank die Zinsen in der kommenden Woche anheben wird. Daten des Bureau of Labor Statistics vom Freitag zeigten, dass der US-VPI im August um 0,4% gegenüber dem Vormonat stieg, womit der Anstieg über zwölf Monate bei 3,4% lag. Beide Werte entsprachen den Markterwartungen. Unterdessen stieg der Kern-VPI, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, auf Monatsbasis um 0,3% gegenüber zuvor 0,2% und übertraf damit die Prognose von 0,2%.
Im Tageschart notiert USD/CAD bei 1,3870. Das Paar bleibt kurzfristig gedeckelt, wobei der 50-Tage Exponential Moving Average (EMA) als Widerstand oberhalb des Kurses fungiert, während sich der Kurs knapp über dem kurzfristigen neun-Tage-EMA bei 1,3842 hält. Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bei 49 signalisiert nach der jüngsten Erholung ein neutrales Momentum und deutet eher auf eine Konsolidierung unterhalb der mittelfristigen Trendlinie als auf einen klaren bullischen Ausbruch hin.
Auf der Oberseite wäre ein Tagesschluss über dem 50-Tage-EMA bei 1,3913 erforderlich, um die aktuelle bärische Deckelung zu lösen und den Weg für einen nachhaltigeren Anstieg zu öffnen. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim neun-Tage-EMA bei 1,3842, und ein Rückgang unter dieses Niveau würde den Verkaufsdruck verstärken und weitere Schwäche in Richtung der jüngsten Tiefs freilegen, wodurch USD/CAD anfällig bleibt, solange es unter seinem primären Trendindikator handelt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.