TradingKey – Am 24. Juli brachen die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte ein, wobei SoftBank, Kioxia, SK Hynix und Samsung allesamt kräftige Verluste verzeichneten.
Der südkoreanische Leitindex KOSPI (South Korea Composite Stock Price Index) brach um 5,72 % ein und schloss bei 6.690,62 Punkten – ein Rückgang von fast 30 % gegenüber seinem Juni-Hoch, nachdem im Intraday-Handel kurzzeitig ein „Sidecar“-Mechanismus zur Aussetzung von Programmverkäufen ausgelöst worden war. Der Nikkei 225 Index fiel um 2,73 % und schloss bei 64.611,15 Punkten, was einem Tagesverlust von über 1.800 Punkten entspricht.

Quelle: TradingView
Eine Ausverkaufswelle erfasste den Technologiesektor, wobei SK Hynix mit einem Minus von 8,33 % aus dem Handel ging und Samsung Electronics um 7,59 % nachgab. Der japanische Chipriese Kioxia verzeichnete einen Kurseinbruch von 9,49 %, während die SoftBank Group um 7,06 % nachgab.
Shawn Oh, Leiter für südkoreanische Kassa-Aktien bei NH Investment & Securities, wies darauf hin, dass geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Risikoaversion der Anleger geschürt hätten, während die gezielte Reduzierung von Tech-Beständen durch lokale Fonds vor dem Wochenende den Abwärtsdruck am Markt verstärkte. Roy Lim, Händler bei Samsung Securities, gab an, dass einige asiatische Hedgefonds Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix veräußern, um Kapital in die neuen Aktien des chinesischen Unternehmens ChangXin Technology umzuschichten, dessen Börsengang für den 27. Juli geplant ist.
Unterdessen sieht sich der südkoreanische Markt mit dem Schock einer verschärften Regulierung konfrontiert. Am 24. Juli kündigte die südkoreanische Finanzdienstleistungskommission an, die Anforderungen an die Bareinlage für Privatanleger, die mit gehebelten ETFs auf Einzelaktien handeln, erheblich von 10 Millionen Won auf 30 Millionen Won anzuheben. Zudem werden Aktien, ETFs und Anleihen nicht mehr auf die Mindesteinlage angerechnet, wobei das Inkrafttreten der neuen Regeln von August auf den 31. Juli vorgezogen wurde. Diese regulatorische Anpassung wirkt sich direkt auf die Möglichkeiten des gehebelten Handels südkoreanischer Privatanleger aus. Gleichzeitig sind solche gehebelten ETFs stark an Schwergewichte wie Samsung Electronics und SK Hynix gekoppelt, die über 70 % des Handelsvolumens am südkoreanischen Aktienmarkt ausmachen.
Daten zeigen, dass sich südkoreanische Privatanleger nach der regulatorischen Verschärfung bei gehebelten ETFs hochriskanten Derivaten wie Differenzkontrakten (CFDs) zuwenden. Nach Angaben der Korea Financial Investment Association schossen die CFD-Bestände von SK Hynix im vergangenen Jahr um 2.500 % auf 235 Milliarden Won in die Höhe, während sich jene von Samsung Electronics verfünffachten. Solche Produkte bieten einen maximalen Hebel von bis zu 2,5, was die Marktvolatilität in Zukunft weiter verstärken könnte.