Das Währungspaar AUD/JPY handelt am Montag während der frühen europäischen Handelsstunden im negativen Bereich um 112,25. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem Australischen Dollar (AUD) im Zuge eines erneuten Vorstoßes der japanischen Behörden, die massiven öffentlichen Pensionsfonds des Landes zu einer höheren Allokation in inländische Vermögenswerte zu bewegen.
„Die Pensionsfonds sind ziemlich groß (und) derzeit sind 50 Prozent in ihrer strategischen Allokation in ausländische Investitionen investiert, (also) würde eine Verschiebung davon definitiv deutlich mehr Zuflüsse in inländische Vermögenswerte schaffen“, sagte Fabien Yip, Marktanalyst bei IG. „Das unterstützt die Währung und gleichzeitig auch Aktien und Anleihen“, fügte Yip hinzu.
Im Tages-Chart zeigt AUD/JPY eine leicht bärische Tendenz, da es unter das mittlere Bollinger-Band fällt und sich knapp über der unteren Hälfte der jüngsten Handelsspanne konsolidiert. Die 20-tägige Bollinger-Hülle begrenzt nun die Kursbewegung nach oben, während der 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei rund 112,59 als zugrundeliegende Trendreferenz dient, was darauf hindeutet, dass die jüngste Schwäche noch innerhalb eines breiteren Aufwärtstrends erfolgt. Der Relative Strength Index (14) ist auf etwa 47 gesunken, was auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hinweist, ohne jedoch bereits überverkaufte Bedingungen anzuzeigen.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am mittleren Bollinger-Band nahe 112,35, mit weiteren Widerständen am oberen Bollinger-Band bei rund 113,52. Auf der Unterseite würde ein Unterschreiten des jüngsten Bandbodens bei etwa 111,15 ein tieferes Korrekturrisiko eröffnen, wobei der breitere Trend weiterhin durch den längerfristigen 100-Tage-SMA als wichtige Unterstützungszone bei Rücksetzern verankert ist.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.