Das Paar AUD/USD zieht am Freitag frische Verkäufer an und kommt damit bei der Erholung vom Vortag von Kursen unter 0,7100 oder einem Ein-Wochen-Tief ins Stocken. Der Rückgang fehlt jedoch an bärischer Überzeugung, wobei die Spotpreise während der ersten Hälfte der europäischen Sitzung bei etwa 0,7100 notieren, während der US-Dollar (USD) insgesamt fester tendiert.
Trotz Berichten über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und Iran bleiben die Anleger angesichts von Meinungsverschiedenheiten über Irans Nuklearprogramm und die Straße von Hormus skeptisch gegenüber dem fragilen Waffenstillstand. Hinzu kommt ein Anstieg der US-Inflation mit der schnellsten Rate seit drei Jahren, der die Erwartungen bestärkt, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Kreditkosten erhöhen wird, und der sich als weiterer unterstützender Faktor für den Greenback erweist. Darüber hinaus belasten geringere Wetten auf eine Zinserhöhung im Juni durch die Reserve Bank of Australia (RBA) den Australischen Dollar (AUD) und üben Druck auf das Paar AUD/USD aus.
Die Spotpreise halten sich nach dem jüngsten Durchbruch unter den Zusammenfluss bei 0,7180-0,7185 – bestehend aus dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart und dem 23,6% Fibonacci-Retracement-Level des Aufschwungs von März bis Mai – in einer begrenzten Haltung. Dies verstärkt eine enge Widerstandszone oberhalb, obwohl wiederholte Fehlschläge, sich unterhalb des 38,2% Fibo.-Niveaus zu etablieren, Vorsicht bei den AUD/USD-Bären gebieten, bevor sie sich auf tiefere Verluste einstellen.
Darüber hinaus sind die Momentum-Signale leicht konstruktiv, wobei der Relative Strength Index nahe 53 pendelt und die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie leicht positiv ist. Dies deutet jedoch nur auf stabilisierenden Druck hin und nicht auf einen klaren Ausbruch über die aktuelle Obergrenze. Daher wäre eine nachhaltige Bewegung über diese Zone erforderlich, um die derzeitige Begrenzung zu lockern und die nächste Barriere bei etwa 0,7279 freizulegen, einem vierjährigen Hoch, das Anfang dieses Monats erreicht wurde.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am 38,2% Fibo.-Level bei 0,7109, gefolgt von tieferen Retracement-Unterstützungen bei 0,7056 und 0,7003. Ein überzeugender Durchbruch unter Letzteres würde den Weg zu den unteren Fibonacci-Unterstützungen bei 0,6928 und dem Zyklustief nahe 0,6833 wieder öffnen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.