Das Währungspaar GBP/USD notiert im frühen europäischen Handel am Freitag gedämpft bei rund 1,3440. Das Cable steht unter leichtem Druck, da der US-Dollar (USD) zulegt, während Anleger auf die Zustimmung des US-Präsidenten Donald Trump zum 60-Tage-Memorandum of Understanding (MoU) mit dem Iran warten, wie Axios berichtet.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, leicht höher bei rund 99,06. Allerdings korrigierte der DXY nach seinem über sieben Wochen hohen Stand von 99,10 am Donnerstag deutlich, nachdem Medienberichte über eine Einigung zwischen den USA und dem Iran veröffentlicht wurden.
Das 60-Tage-MoU zwischen den USA und dem Iran beinhaltet einen uneingeschränkten Energiefluss durch die Straße von Hormus, die Aufhebung der US-Blockade der iranischen Seehäfen sowie die Aufgabe der Pläne Teherans zum Bau von Atomwaffen.
Unterdessen belasten auch sinkende Renditen der 10-jährigen britischen Staatsanleihen (Gilts) aufgrund nachlassender Erwartungen an eine kurzfristige Zinserhöhung der Bank of England (BoE) das britische Pfund (GBP). Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notieren die Renditen der 10-jährigen Gilts um 1 % niedriger bei rund 4,81 %, dem niedrigsten Stand seit fast sechs Wochen.

GBP/USD notiert zum Zeitpunkt der Berichterstattung leicht niedriger bei rund 1,3440. Das Paar hält sich unter dem 20-Tage Exponential Moving Average (EMA) bei 1,3463 und behält somit eine leicht bärische kurzfristige Tendenz bei. Das Paar bewegt sich zwischen einer zurückeroberten Aufwärtstrendlinie bei rund 1,3340 und der absteigenden Widerstandstrendlinie, die zuletzt bei etwa 1,3611 durchbrochen wurde, was auf eine breitere Konsolidierung innerhalb einer weiterhin begrenzten Struktur hindeutet.
Der Relative Strength Index (14) schwankt innerhalb der Zone von 40,00 bis 60,00 und signalisiert damit fehlende Richtungsüberzeugung.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 20-Tage EMA nahe 1,3463, und ein nachhaltiger Durchbruch über dieses Niveau würde den Weg in Richtung des Hochs vom 25. Mai bei 1,3505 öffnen. Die absteigende Widerstandstrendlinie stellt die nächste wichtige Hürde dar, die sich um 1,3611 befindet. Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung durch die steigende Trendlinie definiert, die vom Bereich um 1,3180 ausgeht und derzeit nahe 1,3340 verläuft. Ein klarer Bruch unter diese Unterstützung würde einen tieferen Rücksetzer in Richtung 1,3300 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.