Strategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret, berichten, dass USD/CAD bei etwa 1,3773 gehandelt wird, da der kanadische Dollar (CAD) nach überraschend schwachen Inflationsdaten unter Druck steht. Die Daten dürften die Bank of Canada vorerst von weiteren Schritten abhalten, obwohl weltweit steigende Preisrisiken bestehen. Gleichzeitig weiten sich kurzfristige Zinsdifferenzen aus, und das Währungspaar notiert mehr als eine Standardabweichung über dem geschätzten fairen Wert von rund 1,3567.
"Der CAD konnte bislang nicht von der positiven Stimmung profitieren, die andere Währungen wie den mexikanischen Peso, den australischen und den neuseeländischen Dollar zumindest leicht gestützt hat. Die gestrigen Inflationsdaten fielen überraschend schwach aus und belasten den CAD weiterhin. In einigen Bereichen – etwa bei Dienstleistungen – zeigte sich unerwartete Schwäche, die die Preise dämpfte und deutliche Anstiege in anderen Segmenten wie bei Kernwaren überlagerte."
"Die Daten deuten darauf hin, dass die Notenbank vorerst an der Seitenlinie bleibt. Allerdings dürften die weltweit steigenden Preisdynamiken in den kommenden Monaten auch Kanada nicht verschonen."
"Die kurzfristigen Swap-Spreads haben sich ausgeweitet, und unsere Schätzung für den fundamentalen Gleichgewichtskurs des CAD ist heute leicht auf 1,3567 gestiegen. Der US-Dollar liegt jedoch weiterhin deutlich – um mehr als eine Standardabweichung – über seinem geschätzten fairen Wert."
"Positiv für den US-Dollar: Der Anstieg über den Widerstand bei 1,3758, der dem 50-Prozent-Retracement der Abwärtsbewegung vom 31. März bis 1. Mai entspricht, spricht kurzfristig für weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 1,3800 bis 1,3815. Die schwachen Inflationsdaten vom Vortag belasten den CAD weiterhin."