Japanischer Yen driftet gegenüber festeren USD aufgrund der Iran-Spannungen nach unten; Interventionsrisiken begrenzen Verluste

Quelle Fxstreet
  • USD/JPY zieht einige Dip-Käufer an, da die Spannungen im Iran und hawkische Fed-Wetten die USD-Nachfrage beleben.
  • Wiederauflebende inflationsbedingte Sorgen wirken als Rückenwind für die US-Anleiherenditen und stützen ebenfalls den USD.
  • Interventionsängste und Erwartungen einer Zinserhöhung der BoJ im Juni sollten tiefere Verluste des JPY begrenzen helfen.

Das Paar USD/JPY kehrt am Montag einen moderaten Rückgang während der asiatischen Sitzung in den Bereich von 156,50-156,45 um, da der sichere Hafen US-Dollar (USD) Unterstützung durch anhaltende geopolitische Unsicherheiten erhält. Die Kassapreise erobern die Marke von 157,00 zurück, obwohl ein nennenswerter Aufwärtstrend im Zuge von Spekulationen, dass japanische Behörden eingreifen könnten, um die heimische Währung zu stützen, weiterhin schwer vorstellbar erscheint.

US-Präsident Donald Trump und der Iran lehnten gegenseitig ihre Friedensvorschläge zur Beendigung des Krieges und zur schrittweisen Wiedereröffnung der Straße von Hormus ab, da erhebliche Meinungsverschiedenheiten über Irans Nuklearprogramm bestehen. Tatsächlich berichtete das Wall Street Journal, dass der Iran US-Forderungen abgelehnt hat, seine Nuklearanlagen abzubauen und die Urananreicherung für 20 Jahre auszusetzen. US-Präsident Donald Trump reagierte schnell auf die iranische Antwort und nannte sie „völlig inakzeptabel“. Dies kommt zu den erneuten Feindseligkeiten in der Straße von Hormus hinzu und hält die geopolitischen Risiken aufrecht, was den Status des USD als Reservewährung stützt und dem Paar USD/JPY etwas Unterstützung bietet.

Unterdessen löst die US-Iran-Konfrontation eine neue Aufwärtsbewegung der Rohölpreise aus und belebt die inflationsbedingten Sorgen. Abgesehen davon bestätigt der optimistische US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht vom Freitag die hawkischen Erwartungen an die US-Notenbank (Fed) und wirkt als Rückenwind für die Renditen von US-Staatsanleihen. Dies erweist sich als weiterer Faktor, der den USD begünstigt und zum Kaufinteresse rund um das Paar USD/JPY beiträgt. Berichte der letzten Woche, wonach Beamte während der Feiertage Anfang Mai am Devisenmarkt intervenierten, könnten Händler davon abhalten, aggressive bärische Wetten auf den japanischen Yen (JPY) zu platzieren, und weitere Gewinne des Währungspaares begrenzen.

Darüber hinaus erklärte Japans oberster Währungsdiplomat, Atsushi Mimura, am Donnerstag, dass Japan keine Beschränkungen hinsichtlich der Häufigkeit von Interventionen am Devisenmarkt habe und täglich mit US-Behörden in Kontakt stehe. Dies bekräftigt, dass Japan weiterhin bestrebt ist, spekulative JPY-Bewegungen einzudämmen. Hinzu kommt, dass die Bank of Japan (BoJ) ihre Inflationsprognosen nach oben revidierte und die 6-3 hawkische Stimmenaufteilung die Wetten auf eine mögliche Zinserhöhung bereits im Juni anheizte. Dies begünstigt die JPY-Bullen und gebietet Vorsicht, bevor man sich für weitere USD/JPY-Gewinne positioniert.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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