Der Silberpreis (XAG/USD) steigt im frühen asiatischen Handel am Montag auf knapp 81,50 USD. Das weiße Metall setzt die Rallye angesichts der steigenden Nachfrage aus industriellen Anwendungen fort. Händler werden die Entwicklungen rund um den Friedensdeal zwischen den USA und dem Iran genau beobachten, um neuen Auftrieb zu erhalten.
Die Nachfrage nach Silber wird durch Photovoltaik, Elektromobilität, Halbleiter und KI-Infrastruktur angetrieben. Mehrere Analysten erwarten, dass die industrielle Nachfrage auch 2026 das Angebot übersteigen wird. Zudem bleibt die Investitionsnachfrage robust.
Laut den neuesten Daten des World Silver Survey lag die weltweite physische Investitionsnachfrage 2025/Anfang 2026 auf einem Mehrjahreshoch. Dies war hauptsächlich auf indische Investoren und eine signifikante Veränderung im europäischen Edelmetallhandel zugunsten von Silber zurückzuführen.
Andererseits könnten Sorgen, dass große Zentralbanken angesichts steigender Energiepreise ihren restriktiven Kurs länger beibehalten, die Edelmetalle belasten. Es ist zu beachten, dass Silber oft in Zeiten geopolitischer Unsicherheit genutzt wird, aber keine Zinsen abwirft, was es bei hohen Zinssätzen weniger attraktiv macht.
US-Präsident Donald Trump lehnte neue Friedensvorschläge des Iran zur Beendigung des Krieges als „völlig inakzeptabel“ ab. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass der Vorschlag Teherans ein sofortiges Kriegsende an allen Fronten, ein Ende der US-Blockade der Marine und Garantien für keine weiteren Angriffe auf den Iran beinhaltete.
Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.