Das GBP/USD-Paar bewegt sich während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch weitgehend seitwärts um 1,3500. Das Cable konsolidiert, während Investoren auf geldpolitische Ankündigungen der Federal Reserve (Fed) und der Bank of England (BoE) warten.
Es wird erwartet, dass die Fed die Zinssätze in der Spanne von 3,50 % bis 3,75 % in ihrer geldpolitischen Bekanntgabe um 18:00 GMT unverändert lässt, so das CME FedWatch Tool. Im geldpolitischen Statement wird von der Fed erwartet, dass sie vor entankerten Inflationsprojektionen und wachsenden wirtschaftlichen Risiken aufgrund höherer Ölpreise infolge der verlängerten Schließung der Straße von Hormus warnt.
Vor der Fed-Sitzung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen abbildet, 0,1 % höher nahe 98,70.
Am Donnerstag wird erwartet, dass die BoE die Zinssätze mit einer Mehrheit von 8 zu 1 bei 3,75 % unverändert lässt. Bei einer Veranstaltung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Monat sagte BoE-Gouverneur Andrew Bailey, der Krieg habe einen „großen negativen Schock“ für die Wirtschaft verursacht; jedoch bestehe kein Eilbedarf für eine geldpolitische Anpassung.

GBP/USD handelt flach um 1,3500 und hält eine moderate bullische Tendenz, da es über dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,3470 und dem 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 1,3432 liegt.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) bei 55,4 tendiert leicht positiv, was darauf hindeutet, dass Käufer die Oberhand behalten, während die Aufwärtsdynamik allmählich bleibt.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand beim 50,0%-Fibonacci-Retracement bei 1,3515, mit weiteren Barrieren beim 61,8%-Niveau bei 1,3599, gefolgt von 1,3718 und 1,3870. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am 20-Tage-EMA bei 1,3470 gesehen, gefolgt vom 38,2%-Retracement bei 1,3432; ein tieferer Pullback würde das 23,6%-Niveau bei 1,3328 und den strukturellen Boden nahe 1,3161 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Zentralbanken wie die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank haben die Aufgabe, Preisstabilität zu gewährleisten. Dies erreichen sie, indem sie die Zinsen anpassen und so die Inflation kontrollieren.
Zentralbanken haben ein zentrales Instrument, um die Inflation zu steuern: den Leitzins. Zu festgelegten Terminen veröffentlicht die Bank ihre Zinsentscheidung, in der sie den Leitzins entweder beibehält, senkt oder anhebt. Dies beeinflusst die Zinssätze von Sparguthaben und Krediten, was wiederum Auswirkungen auf das Spar- und Investitionsverhalten der Wirtschaft hat. Zinserhöhungen werden als geldpolitische Straffung bezeichnet, Zinssenkungen als geldpolitische Lockerung.
Eine Zentralbank agiert häufig unabhängig von der Politik. Bevor Mitglieder in den geldpolitischen Rat berufen werden, durchlaufen sie verschiedene Anhörungen und Prüfungen. Jedes Mitglied bringt dabei seine eigene Überzeugung mit, wie die Zentralbank Inflation steuern und die Geldpolitik gestalten sollte. Befürworter einer lockeren Geldpolitik, die niedrige Zinsen und günstige Kredite fördern, um das Wirtschaftswachstum anzutreiben – selbst auf Kosten einer leicht über 2 % liegenden Inflation –, werden als „Tauben“ bezeichnet. „Falken“ hingegen bevorzugen höhere Zinsen, um Sparen zu belohnen, und sehen es als ihre Priorität, die Inflation unter Kontrolle zu halten, bis sie bei oder unter 2 % liegt.
Normalerweise wird jede Sitzung einer Zentralbank von einem Vorsitzenden oder Präsidenten geleitet, der zwischen den verschiedenen Lagern – den sogenannten „Falken“ und „Tauben“ – einen Konsens herstellen muss. Kommt es zu einem Patt bei der Abstimmung, entscheidet der Vorsitzende und verhindert so eine 50:50-Stimmengleichheit über mögliche geldpolitische Anpassungen. Der Vorsitzende hält zudem regelmäßig öffentliche Reden, in denen die aktuelle geldpolitische Ausrichtung und zukünftige Erwartungen kommuniziert werden – diese können oft live mitverfolgt werden. Das Ziel einer Zentralbank ist es, ihre geldpolitischen Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei heftige Schwankungen bei Zinssätzen, Aktienmärkten oder der eigenen Währung auszulösen. Bereits vor geldpolitischen Sitzungen geben die Mitglieder ihre Einschätzungen indirekt an die Märkte weiter. In den letzten Tagen vor einer Sitzung herrscht jedoch eine „Blackout-Periode“, während der die Mitglieder keine öffentlichen Äußerungen machen dürfen, bis die neuen Maßnahmen offiziell verkündet wurden.