Das Paar USD/CAD schwankt im asiatischen Handel am Mittwoch zwischen leichten Gewinnen und kleinen Verlusten unterhalb der Marke von 1,3700, vor dem Hintergrund einer Kombination divergierender Kräfte. Das Ausbleiben von Fortschritten bei den US-Iran-Friedensgesprächen begünstigt weiterhin den Status des US-Dollars (USD) als Reservewährung und stützt die Kassapreise. Steigende Rohölpreise stützen jedoch den rohstoffgebundenen Loonie und begrenzen die Aufwärtsbewegung des Währungspaares.
Die Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der US-Iran-Friedensgespräche schwanden, nachdem US-Präsident Donald Trump den geplanten Besuch seines Sondergesandten in Pakistan absagte. Zudem deuten Medienberichte darauf hin, dass Trump mit dem neuen Vorschlag Irans zur Beilegung des Krieges und zur Wiedereröffnung der strategischen Wasserstraße unzufrieden war, jedoch die Diskussion über Irans Atomprogramm ausklammern würde. Dies hält die geopolitischen Risiken aufrecht und begünstigt weiterhin den sicheren Hafen USD, der wiederum als wichtiger Faktor gilt, der dem Paar USD/CAD Rückenwind verleiht.
Unterdessen bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus aufgrund von Irans Bewegungseinschränkungen und der US-Blockade iranischer Häfen blockiert. Hinzu kommt, dass das Wall Street Journal berichtete, Trump habe seine Mitarbeiter angewiesen, sich auf eine verlängerte Blockade Irans vorzubereiten, die darauf abzielt, Teheran zur Demontage seines gesamten Atomprogramms zu zwingen. Dies hält die Rohölpreise nahe dem höchsten Stand seit über zwei Wochen und begrenzt jede nennenswerte Aufwertung des Paares USD/CAD.
Händler scheinen zudem zögerlich, aggressive Richtungswetten zu platzieren, und ziehen es vor, sich vor wichtigen Zentralbankereignissen zurückzuziehen. Die Bank of Canada (BoC) wird ihre geldpolitische Entscheidung später während der nordamerikanischen Sitzung bekanntgeben, gefolgt vom Ergebnis einer zweitägigen FOMC-Sitzung. Die Marktteilnehmer werden nach neuen Hinweisen zum zukünftigen geldpolitischen Kurs der Zentralbanken suchen, was wiederum dem Paar USD/CAD frischen Schwung verleihen und die nächste Phase einer Richtungsbewegung bestimmen sollte.
Die Bank of Canada (BoC) gibt ihre Zinsentscheidungen am Ende jeder ihrer acht geplanten Sitzungen im Jahr bekannt. Hält die BoC die Inflation für zu hoch (hawkish), hebt sie die Zinsen an, um gegenzusteuern. Das wirkt sich in der Regel positiv auf den kanadischen Dollar (CAD) aus, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Umgekehrt senkt die BoC die Zinsen, wenn sie erwartet, dass die Inflation unter das Ziel fällt (dovish). Ziel ist es dann, die kanadische Wirtschaft zu stimulieren und die Inflation wieder in Richtung Zielwert zu bringen. Das belastet jedoch meist den CAD, da geringere Zinsen den Zufluss ausländischen Kapitals verringern.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Apr. 29, 2026 13:45
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Quelle: Bank of Canada