NZD/USD erholt sich von den Verlusten, die in den beiden vorhergehenden Sitzungen verzeichnet wurden, und handelt am Dienstag während der europäischen Handelsstunden um 0,6050. Das Paar erholt sich, während der US-Dollar (USD) nach zwei Tagen mit Gewinnen kämpft.
Allerdings könnte das Aufwärtspotenzial des NZD/USD-Paares begrenzt sein, da der US-Dollar möglicherweise wieder an Boden gewinnt und Unterstützung erhält, während die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe am Dienstag nahe 4,27% verharrte, nach einem Anstieg von fast 1% in der vorherigen Sitzung, gestützt durch starke US-Wirtschaftsdaten und sich ändernde Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) in Richtung einer restriktiven Haltung.
Die Veröffentlichung am Montag zeigte einen unerwarteten Anstieg der US-Fabrikaktivität, was die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit unterstreicht, da der Einkaufsmanager-Index (PMI) des Institute for Supply Management (ISM) für das verarbeitende Gewerbe von 47,9 im Dezember auf 52,6 stieg und damit die Markterwartungen von 48,5 übertraf.
Das NZD/USD-Paar bleibt stärker, obwohl die Daten von Stats NZ zeigen, dass die saisonbereinigten Baugenehmigungen im Dezember 2025 um 4,6% im Vergleich zum Vormonat (MoM) gefallen sind, nachdem sie im November um revidierte 2,7% gestiegen waren.
Der neuseeländische Dollar (NZD) stärkte sich gegenüber dem US-Dollar (USD) in Erwartung, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) später in diesem Jahr mit Zinserhöhungen beginnen wird. Die erste Sitzung der Zentralbank ist für den 18. Februar unter der neuen RBNZ-Gouverneurin Anna Breman angesetzt, die voraussichtlich ihre politische Richtung skizzieren wird.
Händler warten auf die am Mittwoch fälligen Arbeitsmarktdaten, wobei die Arbeitslosenquote für das vierte Quartal voraussichtlich bei 5,3% bleibt, dem höchsten Stand seit 2016, während ein Anstieg der Beschäftigung um 0,3% erwartet wird.
Die Stimmung wurde auch durch positive Daten aus China, Neuseelands größtem Handelspartner, unterstützt, nachdem eine private Umfrage zeigte, dass die Fertigung im Festland China im schnellsten Tempo seit drei Monaten expandierte. Der Einkaufsmanager-Index (PMI) von RatingDog für das verarbeitende Gewerbe in China stieg im Januar von 50,1 im Dezember auf 50,3 und entsprach damit den Erwartungen und markierte die stärkste Expansion seit Oktober.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.