AUD/JPY setzt seine Gewinne den zweiten Tag in Folge fort und wird am Dienstag im europäischen Handel bei rund 109,40 gehandelt. Der Währungskreuz gewinnt an Boden, da der australische Dollar (AUD) um über 1 % gegenüber dem japanischen Yen (JPY) zulegte, nachdem die Reserve Bank of Australia (RBA) beschlossen hatte, den Official Cash Rate (OCR) um 25 Basispunkte (bps) von 3,6 % auf 3,85 % zu erhöhen, wie erwartet.
Der AUD/JPY-Kurs bleibt stark nach den vorsichtigen Äußerungen von RBA-Gouverneurin Michele Bullock während der Pressekonferenz nach der Sitzung. Bullock sagte, dass der Inflationsdruck zu stark bleibt und warnte, dass es länger dauern werde, um zum Ziel zurückzukehren, was nicht mehr akzeptabel sei. Sie betonte, dass der Vorstand datenabhängig bleiben und auf eine Vorabführung verzichten werde.
Der AUD/JPY-Kurs könnte seine Gewinne ausweiten, da der japanische Yen Unterstützung inmitten politischer Unsicherheit vor der vorgezogenen Wahl am 8. Februar findet, wobei erwartet wird, dass die Regierungspartei von Premierministerin Sanae Takaichi Sitze gewinnen und expansive Fiskalpolitik verfolgen wird.
Am Wochenende beschrieb Takaichi einen schwachen Yen als Chance für exportorientierte Industrien und signalisierte eine Toleranz gegenüber einer weicheren Währung. Sie stellte später klar, dass die Kommentare dazu gedacht waren, die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Wechselkurschwankungen zu betonen, während Finanzministerin Satsuki Katayama sagte, die Äußerungen spiegelten die grundlegenden wirtschaftlichen Prinzipien über die Auswirkungen einer schwächeren Währung wider.
Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.
Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.
Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.
Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.