Das Paar USD/JPY wird während der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag im positiven Bereich um 158,30 gehandelt. Der US-Dollar (USD) stärkt sich gegenüber dem japanischen Yen (JPY) inmitten von Hoffnungen auf eine Lösung in Bezug auf die Ambitionen von US-Präsident Donald Trump für Grönland, die Zölle vermeiden würden.
Trump sagte am späten Mittwoch, dass die Vereinigten Staaten und die Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) "den Rahmen für einen zukünftigen Deal in Bezug auf Grönland gebildet haben" und dass er die für Februar geplanten Zölle nicht verhängen werde, so Reuters. Der US-Präsident gab keine Einzelheiten zu den Parametern des "Rahmens" bekannt, und es war unklar, was die Vereinbarung beinhaltet.
Allerdings könnte der Optimismus, nachdem Trump von Drohungen, Zölle auf acht europäische Länder zu verhängen, zurückgetreten ist, den Greenback kurzfristig gegenüber dem JPY stärken.
Die endgültige Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das dritte Quartal (Q3) wird später am Donnerstag veröffentlicht, zusammen mit den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung und den Daten zum Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE). Sollten die Berichte stärkere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies dem USD gegenüber dem JPY Unterstützung bieten.
Die Bank of Japan (BoJ) wird allgemein erwartet, ihren Leitzins bei etwa 0,75% am Ende ihrer zweitägigen Sitzung am Freitag stabil zu halten. Die japanische Zentralbank hat ihren Zinssatz zuletzt im Dezember 2025 auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten angehoben.
Händler erwarten zusätzliche Hinweise aus der Pressekonferenz von Gouverneur Kazuo Ueda bezüglich des erwarteten Zeitpunkts der nächsten Zinserhöhung der BoJ. Jede hawkische Bemerkung von japanischen Entscheidungsträgern könnte den JPY stärken und dem Paar Gegenwind verleihen.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.