Das Pfund Sterling (GBP) gewinnt am Mittwoch gegenüber seinen wichtigsten Peers, nachdem das britische Amt für nationale Statistiken (ONS) berichtet hat, dass die Inflation im Dezember schneller als prognostiziert gestiegen ist.
Die britische Gesamtinflation stieg im Jahresvergleich auf 3,4%, schneller als die Schätzungen von 3,3% und dem Vormonatswert von 3,2%. Auf monatlicher Basis wuchs der Gesamt-VPI wie erwartet um 0,4%, nachdem er im November um 0,2% gesunken war.
Der britische Kern-VPI – der volatile Komponenten wie Lebensmittel, Energie, Alkohol und Tabak ausschließt – stieg wie erwartet um 3,2% im Jahresvergleich (YoY).
Unterdessen beschleunigte sich die Inflation im Dienstleistungssektor, die von den Beamten der Bank of England (BoE) genau verfolgt wird, von zuvor 4,4% auf 4,5% im Jahresvergleich.
Hinweise auf anhaltenden Preisdruck werden voraussichtlich die Markterwartungen für Zinssenkungen durch die BoE in naher Zukunft belasten. In der Zinssitzung im Dezember wies die BoE darauf hin, dass die Geldpolitik auf einem "allmählichen Abwärtskurs" bleiben wird.
In Zukunft werden die Anleger die Einzelhandelsumsatzdaten für Dezember und die vorläufigen S&P Global Einkaufsmanagerindex (EMI)-Daten für Januar im Auge behalten. Beide Indikatoren werden am Freitag veröffentlicht.

GBP/USD handelt zum Zeitpunkt des Schreibens weitgehend seitwärts bei etwa 1,3440. Der Preis liegt leicht über dem 20-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,3429, der nach einem stetigen Anstieg abgeflacht ist, was auf eine Konsolidierung hindeutet. Ein nachhaltiger Schlusskurs über dem 20-Tage-EMA würde die kurzfristige Tendenz nach oben neigen.
Der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) bei 53 (neutral) zeigt eine leichte Verbesserung des Momentums. Gemessen vom Hoch bei 1,3789 bis zum Tief bei 1,3006 würde jeder Rückprall auf das 61,8%-Retracement bei 1,3490 stoßen, während das 50%-Retracement bei 1,3397 eine entscheidende Schwelle darstellt.
Ein Anstieg über 60 beim RSI würde das bullische Momentum stärken, während ein Rückgang unter 50 den bärischen Druck wiederherstellen würde. Ein täglicher Schlusskurs über dem Widerstand des Retracements würde den Rückprall verlängern, während ein Rückfall unter den 20 EMA den breiteren Rückgang wiederbeleben könnte.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.