Der kanadische Dollar (CAD) hat am Morgen weiter Boden gutgemacht und ist bis in den Bereich der unteren 1,38 gestiegen. Ausschlaggebend ist nach Einschätzung der Devisenstrategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank vor allem die anhaltende Schwäche des US-Dollars (USD) und weniger kanadaspezifische Faktoren.
„Der CAD notiert erstmals seit Jahresbeginn leicht über unserem geschätzten fairen Wert von 1,3865. Ein anhaltender oder stärkerer Rückgang der Risikobereitschaft könnte die CAD-Gewinne kurzfristig jedoch verlangsamen oder stoppen, sofern keine weiteren positiven Impulse für die kanadische Währung hinzukommen.“
„Die gestern veröffentlichten kanadischen Konjunkturdaten zeigten eine etwas stärker als erwartete Inflation sowie eine leicht bessere als prognostizierte, wenn auch weiterhin verhaltene und größtenteils rückblickende Unternehmensumfrage für das vierte Quartal. Das stützte den CAD nur am Rande – die allgemeinere Schwäche des US-Dollars ist heute die zentrale Entwicklung.“
„Die Verluste von USD/CAD unter die markante Unterstützung und das bärische Signal bei 1,3855/60 eröffnen kurzfristig Spielraum für weitere Rückgänge bis in den Bereich von 1,3790/95. Die jüngste Kursentwicklung zeigt, dass USD-Gewinne an der Kombination aus 50- und 100-Tage-Durchschnitt im oberen 1,38er- und unteren 1,39er-Bereich ins Stocken geraten sind und der Kurs heute wieder unter den 200-Tage-Durchschnitt bei 1,3837 gefallen ist. Anhaltende USD-Verluste im Wochenverlauf würden den starken Widerstand im unteren 1,39er-Bereich bestätigen und die mittelfristigen Risiken weiter in Richtung Schwäche verschieben.“