Hodler fliehen! Bitcoin wird die 1-Million-Dollar-Marke nie erreichen!?

Autor: Investing.com
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Investing.com – Bitcoin, die unangefochtene Vorzeigekryptowährung, gerät erneut in heftige Diskussionen. Trotz der Einführung der Spot-ETFs, die eigentlich einen massiven Kaufdruck auslösen sollten, kann der BTC keine stabilen Kursgewinne verbuchen. Ein aufsehenerregender Beitrag des Analysten Willy Woo auf X legt die Gründe dafür offen und wirft brisante Fragen auf: Haben die Langzeit-Hodler (LTHs) den Glauben daran verloren, dass Bitcoin jemals die magische Marke von 1 Million Dollar erreichen wird?


Verkaufsdruck durch Langzeit-Hodler nimmt zu


LTHs sind bekannt dafür, ihre Bitcoin-Bestände über lange Zeiträume zu halten, oft durch wilde Marktschwankungen hindurch. Ihre Verkaufsaktivitäten sind selten, aber wenn sie verkaufen, folgen sie einem erkennbaren Muster.


Die Metrik „Coin Days Destroyed“ (CDD), die die Bewegungen von älteren Coins misst, zeigt einen dramatischen Anstieg Anfang des Jahres, als Bitcoin ein neues Allzeithoch erreichte. Dies deutet darauf hin, dass viele Langzeit-Hodler ihre Bestände abgestoßen haben, als die Preise ihren Höhepunkt erreichten.


Solche Bewegungen sind nicht neu. Ähnliche Muster wurden in den Boomjahren 2017 und 2021 beobachtet. Doch dieses Mal werfen sie eine beunruhigende Frage auf: Wenn selbst die überzeugtesten Bitcoin-Hodler verkaufen, glauben sie dann wirklich an die langfristigen Aussichten der Kryptowährung?


Papier-BTC verhindern eine echte Rallye


Ein weiterer Faktor, der dem Bitcoin das Leben schwer macht, ist die Rolle des sogenannten „Papier-BTC“. Hierbei handelt es sich um Derivateprodukte, bei denen die Anleger keine echten Bitcoin-Token besitzen, sondern lediglich auf deren Preis spekulieren. Woo argumentiert, dass diese Papier-BTC-Produkte den Bitcoin-Anstieg hemmen.


Früher stützte sich der Markt hauptsächlich auf Verkäufe von langjährigen Bitcoin-Besitzern und neuen Miner-Coins. Heute hat der „Papier-BTC“ den Markt infiltriert. Während der Baisse 2022 stiegen sowohl der Preis als auch der Papier-BTC-Bestand, während die tatsächlichen Bestände an den Börsen weitgehend stabil blieben. Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass der Bärenmarkt von Papier-BTC-Produkten dominiert wurde.


In der aktuellen Hausse zeigt sich ein ähnliches Muster: Immer wenn der Bestand an Papier-BTC zunimmt, lässt die Bitcoin-Aufwärtsdynamik spürbar nach. Dies könnte erklären, warum Bitcoin trotz positiver Marktimpulse durch Spot-ETFs und institutionelle Investitionen ins Stocken geraten ist.


Die Skepsis wächst


Die jüngsten Verkaufsaktivitäten der LTHs und die wachsende Dominanz des Papier-BTC lassen ernsthafte Zweifel daran aufkommen, ob der Bitcoin wirklich jemals die 1-Millionen-Dollar-Marke erreicht. Wenn selbst die treuesten Unterstützer ihre Bestände mit jedem kleinen Allzeithoch verkaufen, senden sie ein klares Signal: Sie sind unsicher, wie lange der Hype um den Bitcoin überhaupt noch anhält und ziehen es vor, das verhasste Fiat-Geld auf ihren Konten zu horten. Kombiniert mit dem Einfluss der Derivateprodukte spricht dies für eine größere strukturelle Schwäche des Marktes.


Ist Bitcoin also tatsächlich auf dem Weg in Richtung eine Million Dollar, oder ist das eine Illusion, an die selbst die erfahrensten Hodler nicht mehr glauben? Diese Frage steht im Raum, während der Kryptomarkt weiterhin von Volatilität geprägt ist. Nur die Zeit wird zeigen, ob der Glaube an Bitcoins ultimative Wertsteigerung gerechtfertigt ist oder ob die Skeptiker am Ende recht behalten und der Bitcoin in der Versenkung verschwindet.



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