Ölpreise korrigieren leicht – Zinssenkung und Nahost-Spannungen stützen Wochengewinne

Autor: Investing.com
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Investing.com - Der Ölpreis zeigt sich aus dem asiatischen Handel heraus geschwächt. Gewinnmitnahmen sorgen für einen Rückgang. Trotz dieser leichten Korrektur steuert der Preis für das schwarze Geld jedoch auf einen Wochengewinn zu, gestützt durch die kräftige Zinssenkung in den USA, die Bedenken hinsichtlich einer nachlassenden Nachfrage abgemildert hat.


Im bisherigen Wochenverlauf konnte sich der Ölpreis deutlich von seinem schwachen Start in den September erholen, als er auf ein Drei-Jahres-Tief fiel. Diese Erholung wurde unter anderem durch die wachsenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten gestützt. Berichten zufolge brachte Israel Pager und Walkie-Talkies von Hisbollah-Mitgliedern gezielt zur Explosion, woraufhin die Terrororganisation Vergeltung ankündigte. Solche Ereignisse haben in der Vergangenheit den Rohölpreis häufig gestützt.


Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Sorge über eine schwächere globale Nachfrage, insbesondere aus China, ein dämpfender Faktor für größere Preisanstiege. Die schwächelnde Kraftstoffnachfrage in den USA, die nach dem Ende der reisestarken Sommermonate zurückgeht, trägt ebenfalls zur Unsicherheit bei.


Aktuell notiert Brent-Öl an der ICE um 0,4 % niedriger bei 74,60 US-Dollar pro Barrel, während WTI-Rohöl an der NYMEX ebenfalls um 0,4 % auf 70,86 US-Dollar pro Barrel fällt.


Öl steuert nach Zinssenkung auf Wochengewinne zu


Im Wochenverlauf verzeichnet Brent einen Anstieg von 3,4 %, während WTI sogar um 4,6 % zulegt. Ein schwächerer US-Dollar unterstützt dabei den Rohölpreis, nachdem die US-Notenbank die Zinssätze stärker als erwartet gesenkt und einen Lockerungszyklus angekündigt hatte. Dies nährt bei Händlern die Hoffnung, dass diese Maßnahmen das Wirtschaftswachstum in den kommenden Quartalen stimulieren könnten.


Niedrigere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf die wirtschaftliche Aktivität aus, was wiederum die Nachfrage nach Rohöl stärkt.


Anhaltende Sorgen über die chinesische Nachfrage


China bleibt weiterhin ein Unsicherheitsfaktor für die Rohölmärkte. Die jüngsten Wirtschaftsdaten des weltweit größten Ölimporteurs zeigen kaum Anzeichen einer Erholung. Die chinesische Zentralbank beließ heute ihre Leitzinsen unverändert, obwohl der Druck auf Peking zunimmt, die Wirtschaft durch zusätzliche Maßnahmen zu stützen.


Die Anfang September veröffentlichten Daten zeigen, dass die chinesische Raffinerieproduktion im August den fünften Monat in Folge zurückging, während die Ölimporte des Landes weiterhin schwach blieben. Diese Entwicklung verstärkt die Besorgnis über eine anhaltend schwache Nachfrage aus China, die den globalen Ölmarkt erheblich beeinflussen könnte.

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