TradingKey – Am 3. August schlossen die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte auf breiter Front schwächer, wobei sowohl Samsung Electronics als auch SK Hynix um fast 9 % einbrachen.
Der Korea Composite Stock Price Index (KOSPI) schloss mit einem Minus von 5,13 % bei 6.257,41 Punkten. Unterdessen weiteten sich die Intraday-Verluste am südkoreanischen Wachstumsmarkt KOSDAQ aus, was einen Sidecar-Mechanismus auslöste und den Programmhandel vorübergehend aussetzte.

Quelle: TradingView
Der japanische Nikkei 225 Index fiel um 0,94 % und schloss bei 63.754,90 Punkten.
Schwergewichtige Halbleiterwerte belasteten den Index weiterhin: Samsung Electronics schloss mit einem Minus von 8,76 % bei 239.500 Won (ca. 167 US-Dollar), während SK Hynix um 8,79 % auf 1.567.000 Won fiel. Die gleichzeitige Schwäche der beiden großen Chip-Giganten belastete die Performance des KOSPI zusätzlich.
Im Gegensatz dazu entwickelten sich die japanischen Technologieaktien insgesamt relativ stabil. Kioxia stieg um 5,72 % und schloss bei 49.160 Yen (ca. 314 US-Dollar), während die SoftBank Group um 2,53 % auf 5.393 Yen zulegte.
Vor dem Hintergrund anhaltender und volatiler Marktschwankungen beschleunigen die südkoreanischen Aufsichtsbehörden die Regulierungsreformen für gehebelte ETFs. Im Mittelpunkt der jüngsten Diskussionen steht die Gewährung einer „Notfall-Handlungsbefugnis“ für die Aufsichtsbehörden, die es ihnen ermöglicht, die Hebelquote von gehebelten ETFs auf Einzelaktien in Zeiten außergewöhnlicher Marktvolatilität vorübergehend zu senken.
Derzeit sind die meisten gehebelten Einzelaktien-Produkte in Südkorea mit einem 2-fachen Hebel ausgestattet. Sollte die Gesetzesänderung in Zukunft verabschiedet werden, könnten die Aufsichtsbehörden die Hebelquote je nach Marktlage auf das 1,5-fache oder sogar das 1-fache senken, um den verstärkenden Effekt von Hebel-Fonds auf die Marktvolatilität abzumildern.
Unterdessen prüfen die Aufsichtsbehörden auch weitere Risikokontrollmaßnahmen, darunter die Festlegung von Obergrenzen für Investitionen von Privatanlegern in gehebelte Produkte und eine weitere Erhöhung der Mindesteinschussanforderungen. Die südkoreanische Financial Services Commission (FSC) und der Financial Supervisory Service (FSS) treiben gemeinsam eine Änderung des Gesetzes über Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkte (Financial Investment Services and Capital Markets Act) voran, um eine klarere Rechtsgrundlage für Stabilisierungsmaßnahmen in künftigen Phasen extremer Marktvolatilität zu schaffen.